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Disruptive Geschäftsmodelle im Maschinenbau

  • Hans-Jürgen Born
Chapter

Zusammenfassung

Im vierten Kapitel wird die Möglichkeit für disruptive Geschäftsmodelle untersucht. Es wird davon ausgegangen, dass sich auf Grund der technologischen Möglichkeiten der vierten industriellen Revolution die Branchenentwicklung des Maschinen- und Anlagenbaus radikal ändert, proprietäre Konzepte aufgebrochen und offene Konzepte entwickelt werden, welche disruptive Wirkung entfalten. Da die vierte industrielle Revolution durch die Dezentralisierung und Serviceorientierung bestimmt ist, werden Service-Konzepte untersucht. In disruptiven Geschäftsmodellen ist auf Grund der fehlenden Industriestandards zu Schnittstellen eine Serviceorientierung nur begrenzt realisierbar. Die disruptive Entwicklung von Geschäftsmodellen ist daher nicht gegeben. Aus Sicht von befragten Unternehmen werden in Zukunft starre Softwaresysteme von flexiblen Hard- und Softwaresystemen abgelöst. Auf dieser Grundlage wurde für die Technologie der Modularisierung auf Grund des noch fehlenden Wettbewerbs und der geringen Bedrohungen durch Konkurrenten und Ersatzprodukte ein neues modulares Maschinenkonzept für ein Beispielunternehmen entwickelt. Für die Implementierung serviceorientierter Geschäftsmodelle wird ermittelt, dass sich auf Grund der serviceorientierten Struktur die Wertekette des Maschinenbaus und klassische Strukturen wie die Automatisierungspyramide radikal ändern. Zur Umsetzung disruptiver Geschäftsmodelle sind in den nächsten Jahren technologisch bedingt höhere Investitionen erforderlich, um den Anforderungen der vierten industriellen Revolution nachzukommen.

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Authors and Affiliations

  • Hans-Jürgen Born
    • 1
  1. 1.Technische Hochschule WildauMünchenDeutschland

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