Advertisement

Die Schuld der Väter (er)tragen wir (nicht): Das unheimliche Erbe und seine Folgen

  • Angela MoréEmail author
Chapter

Zusammenfassung

In der Folge der vom Nationalsozialismus begangenen Verbrechen vor und während des Zweiten Weltkrieges und insbesondere des Holocaust zeigten sich die Spuren der Vergangenheit nicht nur bei den Nachkommen der Verfolgten und Überlebenden, sondern nach und nach immer deutlicher bei den Kindern und Enkeln und inzwischen auch Großenkeln der TäterInnen und Mitläufer. Wichtige Informationen hierzu entstammen zum einen den veröffentlichten psychotherapeutischen Fallgeschichten, die das Leiden, die Irritationen, lange Zeit abgewehrten oder indirekt spürbaren Schuld- und Schamgefühle dieser Nachkommen dokumentieren. Zum andern wurden zahlreiche autobiografische Texte und Familienrecherchen veröffentlicht, in welchen sich die Nachkommen der Täter/innen mit der Vergangenheit und Schuld jener auseinandersetzen. Ausgehend von diesen Erkenntnissen reflektiert die Autorin, welche Bedeutung es für die heute lebenden Nachkommen in der türkischen Gesellschaft hat und haben kann, dass der vor hundert Jahren erfolgte Völkermord an den ArmenierInnen bis heute nicht offen diskutiert und verarbeitet werden darf, sondern noch immer einem Tabu unterliegt. Die gewaltsame Unterdrückung dieser Auseinandersetzung wird dabei als Fortsetzung der Geschichte im Dienste der Schuldabwehr verstanden. Deren Folge ist jedoch nicht das gewünschte Verschwinden der Erinnerung, sondern die Prolongierung von Schuld und Scham.

Literatur

  1. Ahlheim, Rose. 2008. „Bis ins dritte und vierte Glied“. Das Verfolgungstrauma in der Enkelgeneration. In Gitter vor den Augen. Innere und äußere Realität in der psychoanalytischen Therapie von Kindern und Jugendlichen, Rose Ahlheim, 92–119. Frankfurt am Main: Brandes & Apsel. Google Scholar
  2. Akçam, Taner. 2004. Armenien und der Völkermord. Die Istanbuler Prozesse und die türkische Nationalbewegung. Hamburg: Hamburger Edition.Google Scholar
  3. Akin, Fatih. The Cut. DVD. Regie: Fatih Akin. Deutschland, Frankreich, Polen, Türkei, Kanada, Russland, Italien: Pandorafilm, 2014.Google Scholar
  4. Althaus, Ute. 2006. „NS-Offizier war ich nicht.“ Die Tochter forscht nach. Gießen: Psychosozial-Verlag.Google Scholar
  5. Altınay, Ayşe Gül und Fethiye Çetin. 2014. The Grandchildren. The hidden legacy of “lost” Armenians in Turkey. New Brunswick, NJ: Transaction Publishers. (türk.: 2009. Torunlar. Istanbul: Metis).Google Scholar
  6. Arbeitskreis Armenien (Hrsg.). 1998. Völkermord und Verdrängung. Der Genozid an den Armeniern – die Schweiz und die Shoah. Zürich: Chronos Verlag.Google Scholar
  7. Arendt, Hannah. 1986. Eichmann in Jerusalem. Ein Bericht über die Banalität des Bösen. München: Piper.Google Scholar
  8. Auchter, Thomas. 2012. Brennende Zeiten. Zur Psychoanalyse sozialer und politischer Konflikte. Gießen: Psychosozial-Verlag.Google Scholar
  9. Bar-On, Dan. 1996. Die Last des Schweigens. Gespräche mit Kindern von Nazi-Tätern. Reinbek: Rowohlt.Google Scholar
  10. Bauer, Antje. 2001. Vermintes Gebiet. Über die Armenierfrage diskutierten in Mühlheim an der Ruhr türkische und armenische Wissenschaftler. Ein Dialog am Rande des Tumults. taz, 14. April, 2001. http://www.taz.de/1/archiv/?dig=2001/04/14/a0209.
  11. Bergmann, Martin S., Milton E. Jucovy und Judith S. Kestenberg (Hrsg.). 1995. Kinder der Opfer – Kinder der Täter. Psychoanalyse und Holocaust. Frankfurt am Main: S. Fischer.Google Scholar
  12. Bohleber, Werner und John S. Kafka (Hrsg.). 1992. Antisemitismus. Bielefeld: Aisthesis Verlag.Google Scholar
  13. Boyadjian, Rupen. 1998. Die Bedeutung der Anerkennung und Verurteilung von Völkermord. In Arbeitskreis Armenien, hrsg., 11–18.Google Scholar
  14. Brandes, Holger. 2008. Selbstbildung in Kindergruppen. Die Konstruktion sozialer Beziehungen. München: Reinhardt.Google Scholar
  15. Brazelton, Terry B. und Bertrand G. Cramer. 1991. Die frühe Bindung. Die erste Beziehung zwischen dem Baby und seinen Eltern. Stuttgart: Klett-Cotta.Google Scholar
  16. Broder, Hendryk M. 1986. Der ewige Antisemit. Frankfurt am Main: S. Fischer.Google Scholar
  17. Brunner, Claudia und Uwe von Seltmann. 2006. Schweigen die Täter reden die Enkel. Frankfurt am Main: S. Fischer.Google Scholar
  18. Brunner, Markus. 2011. Die Kryptisierung des Nationalsozialismus. Wie die „Volksgemeinschaft“ ihre Niederlage überlebte. In Volksgemeinschaft, Täterschaft und Antisemitismus. Beiträge zur psychoanalytischen Sozialpsychologie des Nationalsozialsismus und seiner Nachwirkungen, hrsg. Markus Brunner, Jan Lohl, Rolf Pohl und Sebastian Winter, 169–194. Gießen: Psychosozial-Verlag.Google Scholar
  19. Buchholz, Michael B. 1990. Die unbewußte Familie. Psychoanalytische Studien zur Familie in der Moderne. Berlin: Springer.Google Scholar
  20. Captanian, Pailadzo. 2015. 1915: Der Völkermord an den Armeniern. Eine Zeugin berichtet. Wiesbaden: Reichart.Google Scholar
  21. Cemal, Hasan. 2015. 1915: The Armenian Genocide. Istanbul: Hrant Dink Foundation.Google Scholar
  22. Çetin, Fethiye. 2013. Meine Großmutter. Erinnerungen. Engelschoff: Verlag auf dem Ruffel. (türk.: 2004. Anneannem. Istanbul: Metis).Google Scholar
  23. Chaliand, Gérard und Yves Ternon. 1983. The Armenians. From genocide to resistance. London: Zed Press.Google Scholar
  24. Dadrian, Vahakn N. 1998. Der vergessene Völkermord. In Arbeitskreis Armenien, hrsg., 21–53.Google Scholar
  25. Eckstaedt, Anita. 1989. Nationalsozialismus in der „zweiten Generation“. Psychoanalyse von Hörigkeitsverhältnissen. Frankfurt am Main: Suhrkamp.Google Scholar
  26. Elias, Norbert. 1987. Die Gesellschaft der Individuen. 2. Aufl. Frankfurt am Main: Suhrkamp.Google Scholar
  27. Emcke, Carolin. 2013. Weil es sagbar ist. Über Zeugenschaft und Gerechtigkeit. Frankfurt am Main: S. Fischer.Google Scholar
  28. Fonagy, Peter. 2003. Bindung, Holocaust und Ergebnisse der Kinderpsychoanalyse: Die dritte Generation. In Frühe Bindung und psychische Entwicklung, hrsg. Peter Fonagy und Mary Target, 161–193. Gießen: Psychosozial-Verlag.Google Scholar
  29. Foulkes, Siegmund Heinrich. 1974. Gruppenanalytische Psychotherapie. München: Kindler.Google Scholar
  30. Fraiberg, Selma, Edna Adelson und Vivian Shapiro. 2003. Gespenster im Kinderzimmer. Probleme gestörter Mutter-Säugling-Beziehungen aus psychoanalytischer Sicht. AKJP 34 (4), H 120: 465–504.Google Scholar
  31. Freud, Sigmund. 1912–13a. Totem und Tabu. In GW IX. Frankfurt am Main: S. Fischer, 1999.Google Scholar
  32. Freud, Sigmund. 1919h. Das Unheimliche. In GW XII, 229–268. Frankfurt am Main: S. Fischer, 1999.Google Scholar
  33. Freud, Sigmund. 1930a [1929]. Das Unbehagen in der Kultur. In GW XIV, 419–506. Frankfurt am Main: S. Fischer, 1999.Google Scholar
  34. Friedler, Eric. Aghet – Ein Völkermord. DVD. Regie: Eric Friedler. Deutschland: Studio Hamburg, ARDvideo, 2010.Google Scholar
  35. Gesellschaft für bedrohte Völker (Hrsg.). 1998. Das Verbrechen des Schweigens. Die Verhandlung des türkischen Völkermords an den Armeniern vor dem Ständigen Tribunal der Völker. Göttingen: pogrom Taschenbücher.Google Scholar
  36. Grimbert, Philippe. 2006. Ein Geheimnis. Roman. Frankfurt am Main: Suhrkamp.Google Scholar
  37. Grünberg, Kurt. 1997. Schweigen und Ver-Schweigen. NS-Vergangenheit in Familien von Opfern und von Tätern oder Mitläufern. Pychosozial 20, Nr. 68/II: 9–22.Google Scholar
  38. Grünberg, Kurt. 2002. Tradierung des Nazi-Traumas und Schweigen. In Trauma und Gesellschaft. Vergangenheit in der Gegenwart, hrsg. Ibrahim Özkan, Annette Streeck-Fischer und Ulrich Sachsse, 34–63. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht.Google Scholar
  39. Grünberg, Kurt und Friedrich Markert. 2013. Von einem Günter Grass erschossen? Szenisches Erinnern der Shoah. Psychoanalyse 17 (2): 192–203.Google Scholar
  40. Grünberg, Kurt und Friedrich Markert. 2014. Emil Behr – Briefzeugenschaft vor/aus/nach Auschwitz. Zum Szenischen Erinnern der Shoah. In Unbewusste Erbschaften des Nationalsozialismus. Psychoanalytische, sozialpsychologische und historische Studien, hrsg. Jan Lohl und Angela Moré, 197–207. Gießen: Psychosozial-Verlag.Google Scholar
  41. Heer, Hannes. 2005. „Hitler war’s“. Die Befreiung der Deutschen von ihrer Vergangenheit. Berlin: Aufbau-Verlag.Google Scholar
  42. Heer, Hannes. 2006. Vom Verschwinden der Täter. Der Vernichtungskrieg fand statt, aber keiner war dabei, 2. Aufl. Berlin: Aufbau-Verlag.Google Scholar
  43. Heer, Hannes. 2014. Der Skandal als vorlauter Bote. Deutsche Geschichtsdebatten als Generationengespräch. In Unbewusste Erbschaften des Nationalsozialismus. Psychoanalytische, sozialpsychologische und historische Schriften, hrsg. Jan Lohl und Angela Moré, 25–145. Gießen: Psychosozial-Verlag.Google Scholar
  44. Heimannsberg, Barbara und Christoph J. Schmidt (Hrsg.). 1992. Das kollektive Schweigen. Nationalsozialistische Vergangenheit und gebrochene Identität in der Psychotherapie. Köln: EHP.Google Scholar
  45. Himmler, Katrin. 2007. Die Brüder Himmler. Eine deutsche Familiengeschichte. Frankfurt am Main: S. Fischer.Google Scholar
  46. Hirsch, Mathias. 1997. Schuld und Schuldgefühl. Zur Psychoanalyse von Trauma und Introjekt. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht.Google Scholar
  47. Hoppe, Ralf. 2015. One Hundred Years of Silence. Turks slowly take stock of Armenian genocide. Spiegel online. 04-21-2015, 05:43pm. Verfügbar unter: http://www.spiegel.de/international/europe/turkey-slowly-moves-to-address-armenian-genocide-a-1029534.html.
  48. Jokl, Anna Maria. 1997. Zwei Fälle zum Thema „Bewältigung der Vergangenheit“. Frankfurt am Main: Jüdischer Verlag.Google Scholar
  49. Kattermann, Vera. 2015. Unerträgliche Verbindungen. Nachdenken über Verquickungen von „Täter und Opfer“ – Erfahrungen am Beispiel nationalsozialistischer Gewalt. Psyche – Z psychoanal 69 (12): 1046–1070.Google Scholar
  50. Kaiser, Hilmar. 2002. „A scene from the inferno“. The Armenians of Erzurum and the genocide, 1915–1916. In Der Völkermord an den Armeniern und die Shoah. The Armenian Genocide and the Shoah, hrsg. Hans-Lukas Kieser und Dominik J. Schaller, 129–186 Zürich: Chronos Verlag.Google Scholar
  51. Keilson, Hans. 1998. Wohin die Sprache nicht reicht. In Essays – Vorträge – Aufsätze, 37–49. Gießen: Ricker’sche Universitätsbuchhandlung.Google Scholar
  52. Kessler, Matthias. 2002. „Ich muß doch meinen Vater lieben, oder?“ Die Lebensgeschichte der Monika Göth – Tochter des KZ-Kommandanten aus „Schindlers Liste“. Frankfurt am Main: Eichborn.Google Scholar
  53. Kieser, Hans-Lukas. 2007. Rezension: Der Völkermord an den Armeniern 1915/16: neueste Publikationen.Verfügbar unter: http://www.sehepunkte.de/2007/03/10400.html. Zit. n. https://aghet1915.wordpress.com/rezension. [Zugegriffen: 11. Mai 2015].
  54. Kieser, Hans-Lukas und Dominik J. Schaller (Hrsg.). 2002. Der Völkermord an den Armeniern und die Shoah. The Armenian Genocide and the Shoah. Zürich: Chronos Verlag.Google Scholar
  55. Koch-Wagner, Gesa. 2001. Gefühlserbschaften aus Kriegs- und Nazizeit. Mutter-Tochter-Beziehungen unter dem Einfluss von Kriegstraumen und nationalsozialistischen Ideologiefragmenten. Aachen: Shaker.Google Scholar
  56. Kouymjian, Dickran. 2000. Die Zerstörung armenischer Denkmäler – eine Fortsetzung der Völkermord-Politik. In Gesellschaft für bedrohte Völker (Hrsg.), 155–162.Google Scholar
  57. Lebovici, Serge. 1983. Comments concerning the concept of fantasmic interaction. In Frontiers of infant psychiatry, Vol. II, hrsg. Justin D. Call, Eleanor Galenson und Robert L. Tyson, 323–331. New York, NY: Basic Books.Google Scholar
  58. Libaridian, Gerard J. 2000. Die Planung des Völkermordverbrechens und die Ideologie der „jungtürkischen“ Bewegung. In Gesellschaft für bedrohte Völker (Hrsg.), 38–50.Google Scholar
  59. Lifton, Robert J. 1998. Ärzte im Dritten Reich. Berlin: Ullstein.Google Scholar
  60. Lipstadt, Deborah Esther. 1994. Betrifft: Leugnen des Holocaust. Zürich: Rio Verlag.Google Scholar
  61. Lohl, Jan. 2015. „Geschichte des Landes“. Plädoyer für eine gesellschaftliche Kontextualisierung der psychoanalytischen Generationenforschung. Kommentar zu Angela Moré. In Von Generation zu Generation. Sozial- und kulturwissenschaftliche Analysen zu Transgenerationalität, hrsg. Günter Mey, 91–97. Gießen: Psychosozial-Verlag.Google Scholar
  62. Longerich, Peter. 2007. „Davon haben wir nichts gewusst!“ Die Deutschen und die Judenverfolgung 1933–1945. München: Pantheon Verlag.Google Scholar
  63. Moré, Angela. 1997. Rezension zu Carlchristian von Braunmühl, Birgit Hogefeld, Hubertus Janssen, Horst-Eberhard Richter, Gerd Rosenkranz: Versuche, die Geschichte der RAF zu verstehen. Das Beispiel Birgit Hogefeld. 3. erw. Aufl. Gießen: Psychosozial-Verlag. psychosozial 20 (68): 139–143.Google Scholar
  64. Moré, Angela. 2014. NS-Täterschaft und die Folgen verleugneter Schuld bei den Nachkommen. In Unbewusste Erbschaften des Nationalsozialismus. Psychoanalytische, sozialpsychologische und historische Schriften, hrsg. Jan Lohl und Angela Moré, 209–224. Gießen: Psychosozial-Verlag.Google Scholar
  65. Moré, Angela. 2015. Die unbewusste Weitergabe von Traumata und Schuldverstrickungen an nachfolgende Generationen. In Von Generation zu Generation. Sozial- und kulturwissenschaftliche Analysen zu Transgenerationalität, hrsg. Günter Mey, 63–90. Gießen: Psychosozial-Verlag.Google Scholar
  66. Müller, Christa. 2014. Schatten des Schweigens, Notwendigkeit des Erinnerns. Kindheiten im Nationalsozialismus, im Zweiten Weltkrieg und in der Nachkriegszeit. Gießen: Psychosozial-Verlag.Google Scholar
  67. Niederland, William G. 1980. Folgen der Verfolgung: Das Überlebenden-Syndrom – Seelenmord. Frankfurt am Main: Suhrkamp.Google Scholar
  68. Niemann, Beate. 2008. Mein guter Vater. Leben mit seiner Vergangenheit. Biografie meines Vaters als Täter. 3. Aufl. Berlin: Metropol Verlag.Google Scholar
  69. Oppenheimer, Joshua. The Act of Killing. DVD. Regie: Joshua Oppenheimer. Dänemark, Großbritannien, Norwegen: Koch Media, 2012.Google Scholar
  70. Picard, Jacques. 1998. Das Recht auf Erinnerung. Wonach suchen wir, wenn wir uns erinnern? (Geleitwort) In Arbeitskreis Armenien (Hrsg.), 9–10.Google Scholar
  71. Potthoff, Peter und Sabine Wollnik (Hrsg.). 2014. Die Begegnung der Subjekte. Die intersubjektiv-relationale Perspektive in Psychoanalyse und Psychotherapie. Gießen: Psychosozial-Verlag.Google Scholar
  72. Radebold, Hartmut. 2005. Die dunklen Schatten unserer Vergangenheit. Ältere Menschen in Beratung, Psychotherapie, Seelsorge und Pflege. Stuttgart: Klett-Cotta.Google Scholar
  73. Raffeiner, Luis. 2011. Wir waren keine Menschen mehr. Erinnerungen eines Wehrmachtssoldaten an die Ostfront, aufgez. von Luise Ruatti. Bozen: Edition Raetia.Google Scholar
  74. Reddemann, Luise. 2015. Kriegskinder und Kriegsenkel in der Psychotherapie. Folgen der NS-Zeit und des Zweiten Weltkriegs erkennen und bearbeiten – Eine Annäherung. Stuttgart: Klett-Cotta.Google Scholar
  75. Rosenthal, Gabriele (Hrsg.). 1997. Der Holocaust im Leben von drei Generationen. Familien von Überlebenden der Shoah und von Nazi-Tätern. Gießen: Psychosozial-Verlag.Google Scholar
  76. Rosenthal, Gabriele. 2002. Transgenerationale Folgen von Verfolgung und von Täterschaft. In Körper – Seele – Trauma, hrsg. Annette Streeck-Fischer, Ulrich Sachsse und Ibrahim Özkan, 174–206. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht.Google Scholar
  77. Rousso, Henry. 1987. Le syndrome de Vichy. Paris: Seuil.Google Scholar
  78. Schaller, Dominik J. 2004. Der Völkermord an den Armeniern im Osmanischen Reich, 1915–1917. Ereignis, Historiographie und Vergleich. In Enteignet – Vertrieben – Ermordet. Beiträge zur Genozidforschung, hrsg. Dominik J. Schaller, Rupen Boyadjian, Vivianne Berg und Hanno Scholtz, 233–277. Zürich: Chronos Verlag.Google Scholar
  79. Scharff, David E. und Jill Savage Scharff. 2014. Das interpersonale Unbewusste. Perspektiven einer beziehungsorientierten Psychoanalyse. Gießen: Psychosozial-Verlag.Google Scholar
  80. Scheub, Ute. 2006. Das falsche Leben. Eine Vatersuche. München: Piper.Google Scholar
  81. Schulz-Hageleit, Peter. 1997. Die Kinder der Täter. psychosozial 20(2), Nr. 68, 91–101.Google Scholar
  82. Seibert, Thomas. 2012. Tote und Tabu. Gegen die Kraft der Lüge: Der türkische Journalist Hasan Cemal und sein mutiges Buch über den Völkermord an den Armeniern. Tagesspiegel. Verfügbar unter: http://tagesspiegel.de/kultur/hasan-cemal-ueber-den-voelkermord-an-den-armeniern-tote-und-tabu/7395410.html.
  83. Senfft, Alexandra. 2008. Schweigen tut weh. Eine deutsche Familiengeschichte. Berlin: List.Google Scholar
  84. Seufert, Guenter. 2005. Die Großmutter. Das Buch einer türkischen Anwältin über ihre armenische Herkunft und den Völkermord bricht in der Türkei ein Tabu. Die Zeit, 10.2.2005; Zeit online, 07/2005. Verfügbar unter: http://www.zeit.de/2005/07/Die_Grossmutter.
  85. Shafak, Elif. 2015. Der Bastard von Istanbul. Roman. Zürich, Berlin: Kein & Aber.Google Scholar
  86. Simmel, Ernst (Hrsg.). 1993. Antisemitismus. Frankfurt am Main: S. Fischer.Google Scholar
  87. Ternon, Yves. 1996. Der verbrecherische Staat. Völkermord im 20. Jahrhundert. Hamburg: Hamburger Edition.Google Scholar
  88. Ternon, Yves. 2000. Bericht über den Völkermord an den Armeniern im Osmanischen Reich 1915/16. In Das Verbrechen des Schweigens. Die Verhandlung des türkischen Völkermords an den Armeniern vor dem Ständigen Tribunal der Völker, hrsg. Gesellschaft für bedrohte Völker, 51–91. Göttingen: pogrom Taschenbücher.Google Scholar
  89. Ternon, Yves. 2003. La problématique du négationnisme. Revue L’Arche, numéro de mai. Verfügbar unter: http://www.imprescriptible.fr/dossiers/ternon/negationnisme [Zugegriffen: 20. März 2016].
  90. Troje, Elisabeth. 2000. Die Weitergabe psychischer Inhalte von Generation zu Generation und ihre potenzielle Auswirkung auf die Entstehung einer Psychose. In Die Bedeutung des psychosozialen Feldes und der Beziehung für Genese, Psychodynamik, Therapie und Prophylaxe der Psychosen, hrsg. Stavros Mentzos und Alois Münch, 26–52. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht.Google Scholar
  91. Westernhagen, Dörte von. 1991. Die Kinder der Täter. Das Dritte Reich und die Generation danach. München: dtv Sachbuch.Google Scholar
  92. Wilke, Gerhard. 2011. Tätersymptome der zweiten Generation in Gruppen. psychosozial 34(123): 27–40.Google Scholar
  93. Zeppelin, Ilka von. 2005. Dieses Gefühl, daß etwas nicht stimmte. Eine Kindheit zwischen 1940 und 1948. Berlin: Wagenbach.Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH, ein Teil von Springer Nature 2018

Authors and Affiliations

  1. 1.Universität HannoverHannoverDeutschland

Personalised recommendations