Advertisement

Afrika pp 73-93 | Cite as

Die Phase der formellen Kolonisation (1880-1960)

  • Rainer Tetzlaff
Chapter
Part of the Grundwissen Politik book series (GPOL)

Zusammenfassung

Kolonialismus ist ein kulturelles Herrschaftsphänomen, das sich mit der europäischen Expansion seit ca. fünfhundert Jahren in verschiedenen Kontexten und Formen entwickelte und in der Form des Postkolonialismus bis heute einen wichtigen Zugang zum Verständnis der Nord-Süd-Beziehungen eröffnet. Kolonialismus lässt sich im allgemeinsten Sinne definieren als die Herrschaft einer (ursprünglich) ortsfremden Macht über eine ortsansässige Bevölkerung, deren Ressourcen zum Zwecke der Selbstbereicherung und der eigenen Machtfestigung ausgebeutet werden. Dabei werden ideologische Rechtfertigungen konstruiert, die auf der behaupteten eigenen rassischen oder kulturellen Überlegenheit beruhen, z. B. der weißen ‚Kolonial-Herren‘ über die als ‚exotisch-fremd‘ oder ‚unzivilisiert‘ abgewerteten kolonialen Untertanen (Osterhammel 2006, S. 21, Zimmerer 2013, S. 15).

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH, ein Teil von Springer Nature 2018

Authors and Affiliations

  1. 1.Politische WissenschaftUniversität HamburgHamburgDeutschland

Personalised recommendations