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Im Spannungsfeld zwischen privaten und öffentlichen Gütern: der nutzenintensivierende Konsum in der Sharing Economy

  • Iris Böschen
  • Nehle Herwig
Chapter

Zusammenfassung

Der Beitrag beschäftigt sich mit dem nutzenintensivierenden Konsum und zeigt, dass insbesondere für die Konsumenten positive Effekte aus dem Teilen und In-Wert-Setzen von Gütern resultieren. Zunächst werden private, Club- und öffentliche Güter in Bezug auf die Ausschließbarkeit und Rivalität im Konsum kategorisiert, um zu zeigen, dass die Güter der Sharing Economy im Prinzip zeitweise Club-Güter sind. Anders als innerhalb des Clubs „Familie“, in welcher Vertrauen ein immanenter Bestandteil des Zusammenlebens ist, gilt es, dies in den Clubs der Sharing Economy zu schaffen. Eine wichtige Rolle spielen dabei Internet-Plattformen. Auf diesen werden das gemeinsame Konsumieren und Produzieren organisiert, und es kann der asymmetrischen Informationsverteilung zwischen Anbietern und Nachfragern effektiv und effizient begegnet werden. Dies schafft das Vertrauen, das für den nutzenintensivierenden Konsum grundlegend ist. Was aber ist nutzenintensivierender Konsum aus der Sicht potenzieller Konsumenten? Um dies herauszufinden, wurde im Rahmen einer empirischen Studie, die im Juni 2017 in Form einer Umfrage durchgeführt wurde, die Bereitschaft zu nutzenintensivierendem Konsum untersucht. Die Ergebnisse dieser Studie werden in diesem Beitrag vorgestellt, um zu erwartende Wohlfahrtswirkungen des nutzenintensivierenden Konsums für Konsumenten, Produzenten und den Staat fundiert darstellen zu können.

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Authors and Affiliations

  • Iris Böschen
    • 1
  • Nehle Herwig
    • 2
  1. 1.HS BundBrühlDeutschland
  2. 2.Kölner MarketingagenturKölnDeutschland

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