Was wir von Zombies lernen können

Politische Grundfragen in The Walking Dead
Chapter

Zusammenfassung

In einem Band über Politik in Fernsehserien darf eine Serie nicht fehlen – auch wenn Sie auf den ersten Blick gar nicht so wirken mag als würden in ihr politische Fragen verhandelt – und das ist die Serie The Walking Dead. The Walking Dead ist eine US amerikanische Zombieserie, die seit Oktober 2010 und bis zum Verfassen dieses Textes in sieben Staffeln über AMC ausgestrahlt wird und über verschiedene Distributionswege ein gewaltiges Publikum erreicht. The Walking Dead erreicht Menschen die sich in der Vergangenheit nicht für Zombieerzählungen interessiert haben. Gleichzeitig erreicht The Walking Dead aber auch Menschen, die sich nicht für politisch explizit ausgewiesene serielle Formate interessieren wie beispielsweise The Wire, House of Cards, Borgen, The good Wife, Scandal oder The Americans. Wir haben es hier also mit einem Material zu tun das eindeutig als populär bezeichnet werden kann und eben das macht die Serie so interessant für die Fragen die diesem Beitrag den Titel gibt. Gibt es etwas was wir von diesen Zombies (politisch) lernen können? Oder umgekehrt gefragt: Was interessiert die Zuschauerinnen und Zuschauer an der Serie The Walking Dead? Die Antwort die sich auf diese Frage im Beitrag andeutet ist gleichzeitig überraschend und überzeugend. Die Serie The Walking Dead lässt sich nämlich durchaus als anspruchsvoller Beitrag zu einer Verfassungstheorie im Splattermodus lesen und leistet damit einen nicht unerheblichen Beitrag zur politischen Grundorientierung ihrer Zuschauer*innen auch wenn das auf den ersten Blick gar nicht so aussehen mag.

Schlüsselwörter

Politik Fernsehserie Politische Bildung Medienbildung Didaktik Zombie Verfassungstheorie Populärkultur Parapolitik Politikverdrossenheit 

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© Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH 2018

Authors and Affiliations

  1. 1.DresdenDeutschland

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