Die Ästhetik der Nazi-Tätowierung

Zur Globalisierung des Hillbillytums durch die US-amerikanischen Fernsehserien Justified, True Detective, Sons of Anarchy u. a.
Chapter

Zusammenfassung

Olaf Sanders Beitrag in diesem Band nimmt das Thema Serealität sehr bewusst auf. Denn der Beitrag selbst ist Teil einer Serie und zwar als deren zweite Folge. Der Pilot ist bereits online erschienen und frei verfügbar (s. Sanders 2017a). Als These liegt ihm zugrunde, dass in den vergangenen Jahrzehnten eine extreme Globalisierung des Hillbillytums stattgefunden hat, deren differente Erscheinungsformen sich in verschiedenen Serien wie beispielsweise Justified (FX 2010–2015), True Detective (HBO 2014–) und Sons of Anarchy (FX 2008–2014) wiederfinden. Diese Globalisierung des Hillbillytums ist bisher weitgehend ignoriert worden, verfügt aber über eine nicht unerhebliche Erklärungskraft. So lässt sich – wie Olaf Sanders in diesem Beitrag zeigt – die Wahl Donald Trumps zum 45. Präsidenten der Vereinigten Staaten damit ebenso erklären wie Vor¬kommnisse, die die überregionale mediale und politische Wahrnehmung in der bundesrepublikanischen Perspektive inzwischen als typisch sächsisch apostrophiert werden. In dem globalen Hillbillytum scheint eine neue oder auch spezifische Affektdynamik zum Ausdruck zu kommen mit der wir uns dringend näher beschäftigen sollten.

Schlüsselwörter

Deleuze Rechtspopulismus Hillbilly Affekt Politik Bildung Fernsehserie Populärkultur Erziehungswissenschaft Filmbildung 

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Literatur

  1. Adorno, Theodor W. (1997): Gesammelte Schriften. Darmstdt: WBGGoogle Scholar
  2. Barron, Stefanie (1992, Hg.): „Entartete Kunst“. Das Schicksal der Avantgarde im Nazi- Deutschland. Ausstellungskatalog. München: HirmerGoogle Scholar
  3. Das Argument 316 – Peter Weiss und die Aktualität der Ästhetik des Widerstands. 58. Jg. Heft 2/2016Google Scholar
  4. Dath, Dietmar (2012): Lost. Zürich: DiaphanesGoogle Scholar
  5. Dick, Philip K. (2017): The Man in the High Castle. Das Orakel vom Berge. Frankfurt: FischerGoogle Scholar
  6. Die Horen: Der Wundbrand der Wachheit. Peter Weiss lesen. 61. Jg., Bd. 262/2016: WallsteinGoogle Scholar
  7. Eribon, Didier (2016): Rückkehr nach Reims. Berlin: SuhrkampGoogle Scholar
  8. Friedrich, Julia (2017, Hg.): Otto Freundlich. Kosmischer Kommunismus. Ausstellungskatalog. München u. a.: PrestelGoogle Scholar
  9. Leonard, Elmore (2012): Fire in the Hole. New York: William MorrowGoogle Scholar
  10. Leonard, Elmore (2013): Raylan. Berlin: SuhrkampGoogle Scholar
  11. Liessmann, Konrad Paul (2006): Theorie der Unbildung. Wien: ZsolnayGoogle Scholar
  12. Sanders, Olaf (2017a): Harlan, Charming, Freital. Eine medienbildnerische Spekulation über Zusammenhänge von globalem Hillbillytum und lokalem Ethnozentrismus in den US-Fernsehserien True Detective, Justified und Sons of Anarchy (und in Sachsen z. B.), s. http://www.medienpaed.com/article/view/443
  13. Sanders, Olaf (2017b): Serie als symbolische Form. Von Broncho Billy zu True Detective. In: Mark Arenhövel, Anja Besand, Olaf Sanders (Hg.): Wissenssümpfe. Die Fernsehserie True Detective aus sozial- und kulturwissenschaftlichen Blickwinkeln. Wiesbaden: Springer VS, S. 9–24Google Scholar
  14. Schiller, Friedrich (2004): Über die ästhetische Erziehung des Menschen in einer Reihe von Briefen. In: Ders.: Sämtliche Werke, Bd. V: Erzählungen/ Theoretische Schriften. München: dtv, S. 570–669Google Scholar
  15. Sepinwall, Alan (2014): Die Revolution war im Fernsehen. Wiesbaden: Luxbooks/LuftraumGoogle Scholar
  16. Vance, James David (2017): Hillbilly-Elegie. Die Geschichte meiner Familie und einer Gesellschaft in der Krise. Berlin: UllsteinGoogle Scholar
  17. Weiss, Peter (2016): Die Ästhetik des Widerstands. Frankfurt/M.: Büchergilde GutenbergGoogle Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH 2018

Authors and Affiliations

  1. 1.HamburgDeutschland

Personalised recommendations