Homo Connectus pp 453-472 | Cite as

Internet Universality Concept – Die vier Prinzipien eines notwendigen Paradigmenwechsels im World WideWeb

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Zusammenfassung

Es ist das womöglich wirkmächtigste Artefakt in der Geschichte der Menschheit. Aber was genau ist es, „das Netz“? Unbestritten ist, dass es für die Verkehrsformen des Sozialen wie des Politischen im 21. Jahrhundert zentral geworden ist, und zwar im globalen Maßstab. Von der Macht globaler Konzerne bis zu Formen strategischer Desinformation sind alle Dimensionen – und die Grundnormen der Gesellschaft – betroffen. Gerungen wird um die ökonomischen Schlüsselpositionen auf dem Weltmarkt und mehr noch um die Vorstellung von Welt und Werten in unseren Köpfen. Die tektonischen Veränderungen im internationalen System sind unübersehbar. Sie stellen die Funktionalität demokratischer Errungenschaften infrage. Sie führen zu geopolitischen Macht-Verschiebungen. Und sie unterlaufen Prinzipien und Normen internationaler Kooperation. Das lässt Politik nicht unberührt, Außenpolitik schon gar nicht und ruft schließlich auch die Vereinten Nationen auf den Plan. Wenn die Perzeption eines Vorgangs oder Artefakts entscheidend ist für unseren gesellschaftlichen und politischen Umgang mit ihm, müssen wir genau damit beginnen: seiner Wahrnehmung. Sie prägt unsere Vorstellung von der Welt und macht politisches Handeln und Aushandlungsprozesse über seine gesellschaftliche Funktion überhaupt erst möglich. Der Artikel zeichnet die internationale Debatte über die Herausforderungen der transnationalen und multi-dimensionalen Natur des „Cyberspace“ nach und beschreibt den Prozess der vorsichtigen Einigung auf Maxime für den Zugang zur Information, die Meinungsfreiheit, den Schutz der Privatsphäre und ethisches Verhalten im Netz.

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Authors and Affiliations

  1. 1.FrankfurtDeutschland

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