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Strategien beim Aufbau organisierter Netzwerke

  • Herbert SchubertEmail author
Chapter
Part of the Basiswissen Sozialwirtschaft und Sozialmanagement book series (BSUS)

Zusammenfassung

Organisierte Netzwerke weisen je nach Sinnkern unterschiedliche Muster auf. Es können vier Grundarten unterschieden werden, denen spezifische Strategien zu Grunde liegen: (I) die Bündelung von Interessen, (II) der Informationsaustausch und die Informationsübertragung, (III) das Zusammenwirken in einem Dienstleistungsnetzwerk und (IV) die Überbrückung struktureller Löcher. Bei einer Interessenallianz handelt es sich um eine strategische Partnerschaft, in der die Akteure ihre Kompetenzen bündeln, um strategische Vorteile zu erzielen. Die zentrale Funktion von Informationsnetzwerken besteht im Austausch untereinander: In der Sozialwirtschaft informieren sich die Akteure in solchen Netzwerken gegenseitig über das bestehende Angebots- und Aufgabenspektrum. Im Rahmen einer zunehmenden Verflechtung können Informationsnetzwerke zu Dienstleistungs- bzw. Wertschöpfungsnetzwerken weiterentwickelt werden, weil durch den reflexiven Austausch Schlussfolgerungen für das Erbringen der Dienstleistungen gezogen werden können. Durch die – am Adressaten orientierten – Verknüpfung bestehender Angebote kann eine höhere Wertschöpfung (im pädagogischen bzw. sozialwirtschaftlichen Sinn) für die Adressaten erzielt werden. Zwischen Beziehungs-Clustern, in denen sich Interaktionsgelegenheiten regelmäßig wiederholen (z. B. am Arbeitsplatz, in der Nachbarschaft etc.) entstehen unverbundene Zonen, die als strukturelle Löcher bezeichnet werden. Ein Überbrückungsnetzwerk nutzt vermittelnde Beziehungen, um diesen beziehungsleeren oder beziehungsarmen Raum zwischen den dichteren Netzwerk-Clustern zu überbrücken.

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Literaturempfehlungen zur Vertiefung

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© Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH 2018

Authors and Affiliations

  1. 1.Technische Hochschule KölnKölnDeutschland

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