Digitalisierung der Arzt-Patienten-Kommunikation

  • Reinhard Meier
  • Martin Holderried
  • Tobias M. Kraus
Chapter

Zusammenfassung

Die Kommunikation zwischen Arzt und Patient ist der entscheidende Faktor der ärztlichen Versorgung und Voraussetzung für eine richtige Diagnose und optimale Therapie. Im Zuge der Digitalisierung eröffnen sich Ärzten und Patienten neue Kommunikationspotenziale. Die Digitalisierung führt dazu, dass der Patient – und seine Angehörigen – aktiver am Heilungsprozess beteiligt sind. Ärzte und Pharmaunternehmen haben es mit „smarten“ Patienten zu tun. Patienten, denen es nicht genügt, ihren Ärzten zu vertrauen, sondern die mehr Kontrolle über ihre Behandlung gewinnen möchten. Die Digitalisierung dieser Kommunikation kann dabei zur Steigerung der Effizienz und Qualität in der medizinischen Versorgung beitragen. Den Patienten kann frühzeitiger ein kompetenter Ansprechpartner zur Seite gestellt werden, welcher Orientierung im Gesundheitssystem bietet. Die Nutzung verschiedener Kommunikations- und Informationskanäle (Videotelefonie, VoIP, Messaging, Foto- und Datenupload) ermöglicht es Arzt und Patienten einfach und sicher zu kommunizieren. Digitale Technologie bietet so die Chance, die Qualität der ambulanten medizinischen Versorgung zu steigern. Vor diesem Hintergrund widmet sich dieser Beitrag der Frage, wie die Digitalisierung die Arzt-Patient-Kommunikation ändern kann und welche berufsrechtlichen Regularien hierfür vorliegen.

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Copyright information

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Authors and Affiliations

  • Reinhard Meier
    • 1
  • Martin Holderried
    • 2
  • Tobias M. Kraus
    • 3
  1. 1.TeleClinic GmbHMünchenDeutschland
  2. 2.Geschäftsführer, Zentralbereich Medizin: Struktur-, Prozess- und QualitätsmanagementEberhard-Karls-Universität Tübingen, Universitätsklinikum TübingenTübingenDeutschland
  3. 3.BG Unfallklinik TübingenTübingenDeutschland

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