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Die bürgerliche Familie

  • Bernhard Schäfers
Chapter
Part of the essentials book series (ESSENT)

Zusammenfassung

Die bürgerliche Familie wurde zum Dreh- und Angelpunkt im bürgerlichen Wertekanon und Verhalten. Auch für die Arbeiterfamilie wurde sie Vorbild – bis hin zu dem Ideal, dass sich die Frau und Mutter ganz der Familie widmen sollte.

Zu den Verhaltensmustern der bürgerlichen Familie gehörte die Betonung der emotionalen Bindungen der Ehegatten sowie von Eltern und Kindern. Das sittlich-geistige Wohl der Kinder und deren Erziehung und Bildung wurden zu einer Hauptaufgabe. So kam es erstmalig in der Sozial- und Familiengeschichte zu einer strikten Trennung von familiärer Sphäre und dem Berufsleben des Mannes. Ein neuer Wohn- und Lebensstil, zu dem in den Familien des Besitz- und Bildungsbürgertums auch die musische Erziehung und Hauskonzerte gehörten, fand weite Verbreitung in allen Ländern, in denen das Bürgertum dominant wurde.

Bis in die 1960er Jahre war in Westdeutschland die bürgerliche Familie eine kulturelle Selbstverständlichkeit. Erst danach geriet sie in die Kritik und wurde durch andere Familienformen ergänzt.

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH 2017

Authors and Affiliations

  • Bernhard Schäfers
    • 1
  1. 1.KarlsruheDeutschland

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