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5. Der vielfache Verwendungssinn des Ausdrucks „Beispiel“

  • Günther Buck
  • Malte BrinkmannEmail author
Chapter
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Part of the Phänomenologische Erziehungswissenschaft book series (PHE, volume 5)

Zusammenfassung

Nun mag man zwar zugeben, dass es für naturwissenschaftliche Gesetze im strengen Sinn keine „Beispiele“ gebe. Man spricht ja in Beziehung auf Gesetze auch nicht von Beispielen. Aber ist es andererseits nicht im Sprachgebrauch begründet, wenn Kant zwischen dem Beispiel, das man zur „Verständlichkeit eines Ausdrucks“ „anführt“, d. h. zwischen dem eigentlich veranschaulichenden Beispiel, und der demonstrativen Aufweisung eines Sachverhalts bzw. des diesen Sachverhalt formulierenden Begriffs nicht unterscheidet und sogar die Funktion des Beispiels hauptsächlich im „Beweis“ der sogenannten objektiven Realität eines Begriffs erblickt? In der Tat gründen die Schwierigkeiten der kantischen Theorie des Beispiels auch in der Praxis des Sprachgebrauchs – der vorwissenschaftlichen ebenso wie der „wissenschaftlichen“ Art zu reden –, der das Verschiedenste „Beispiel“ nennt.

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© Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH, ein Teil von Springer Nature 2019

Authors and Affiliations

  1. 1.Universität StuttgartStuttgartDeutschland
  2. 2.Humboldt-Universität zu BerlintBerlinDeutschland

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