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Tödliche Bilder – Strategien der Selbstinszenierung von school shootern

  • André Grzeszyk
Chapter
Part of the Kulturelle Figurationen: Artefakte, Praktiken, Fiktionen book series (KFAPF)

Zusammenfassung

Bilder und Narrative sind ein unablösbarer Bestandteil von school shootings. Sie ermöglichen die Taten, sind substanziell mit ihnen verschränkt und dienen der Ausgestaltung der Identität der Täter als Amokpersona. School shootings sind ein Tauschhandel mit Bildern, ein Zyklus von Inszenierung und Reinszenierung. Dabei ziehen sich mediale Praktiken der Selbsterzählung quer durch die westliche Geschichte des Amoks. Die Formen und Vorbilder ändern sich, die strukturelle Bedeutung medialer Verfahren für die Taten bleibt gleich. Untersucht wird diese Bedeutung anhand konkreter Beispiele. In einem historischen Vergleich wird deutlich, wie sich das Narrativ school shooter von einem Zustand des passiven Überwältigtseins zu einem aktiven Verhaltensmodell wandelt, das von den Tätern frenetisch gefeiert wird.

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Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH 2017

Authors and Affiliations

  1. 1.BerlinDeutschland

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