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Finanzen

  • Bert Forschelen
Chapter

Zusammenfassung

Der englische Gewerkschaftler Thomas Joseph Dunning sagte im 18. Jahrhundert: „Das Kapital hat einen Horror vor Abwesenheit von Profit, oder sehr kleinem Profit, wie die Natur von der Leere. Mit entsprechendem Profit wird Kapital kühn. Zehn Prozent sicher, und man kann es überall anwenden; 20 Prozent, es wird lebhaft; 50 Prozent, positiv und waghalsig; für 100 Prozent stampft es alle menschlichen Gesetze unter seinen Fuß; 300 Prozent, und es existiert kein Verbrechen, das es nicht riskiert, selbst auf Gefahr des Galgens.“

Bei dem Verlangen oder der Gier nach (mehr) Geld ist man anscheinend bereit, Risiken zu akzeptieren. Persönlichkeiten aus der Wirtschaft nehmen bei der Einforderung überdimensionierter Prämienzahlungen öffentliche Debatten über ihre moralischen und ethischen Grundsätze in Kauf. Erst nach dem Erwerb von Schweizer Bankdaten wurde bekannt, dass viele Großverdiener jahrelang das Risiko der Aufdeckung ihrer Steuerhinterziehung getragen haben. Andere verlegen ihren Wohnsitz oder gründen Firmen an Offshore-Finanzplätzen (wie uns der Fall „Panama Papers“ gezeigt hat). Diese Vorgehensweisen sind kaum nachvollziehbar, wenn man bedenkt, dass wir im Westen seit Jahrzehnten in der „besten aller denkbaren Welten leben“, so Paul Verhaeghe. Das Paradoxe daran ist, dass es uns noch nie so gut ging, wir uns aber auch noch nie so schlecht fühlten.

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© Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH 2017

Authors and Affiliations

  • Bert Forschelen
    • 1
  1. 1.FrankfurtDeutschland

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