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Die Zukunft der Wohnungspolitik

  • Michael VoigtländerEmail author
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Zusammenfassung

Deutschland hat schon weitaus ernstere Wohnungskrisen erlebt, gerade die Wohnungsnot nach dem Zweiten Weltkrieg war enorm. Dennoch sollte die heutige Wohnungsmarktlage nicht verharmlost werden, denn sie kann zum einen die Gründung neuer Unternehmen behindern, zum anderen vor allem auch den gesellschaftlichen Zusammenhalt schwächen. Um die Lage in den Großstädten wieder zu entspannen, bedarf es vor allem vier Maßnahmen. Erstens muss das Baulandangebot erhöht werden und es müssen je nach Stadt neue Stadtteile entwickelt werden. Zweitens müssen die Kosten des Bauens gesenkt werden, weshalb sowohl Normen und Auflagen als auch kommunale Anforderungen überdacht werden müssen. Drittens muss die Verkehrsinfrastruktur verbessert werden, um den Menschen Alternativen zum Wohnen in den Metropolen zu geben. Viertens schließlich bedarf es der Einsicht, dass man den Wohnungsmarkt nicht gegen den Marktmechanismus verbessern kann, sondern nur mit diesem. Genau dies war die Stärke der deutschen Wohnungspolitik und der Grund, warum der deutsche Wohnungsmarkt international als Vorreiter angesehen wird.

Weiterführende Literatur

Der Begriff der „Superstar Cities“ geht auf eine Arbeit der Ökonomen Sinai, Gyourko und Mayer zurück

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    Gyourko J, Mayer C, Sinai T (2013) Superstar cities. Am Econ J Econ Policy 5(4):167–199. doi: 10.1257/pol.5.4.167 CrossRefGoogle Scholar

Exemplarisch erklärt dieser Artikel die Probleme von die Unternehmen bei hohen Wohnungspreisen

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    Spillane C (2016) Start-up-Szene geht an der Wohnungsnot zugrunde. In: Welt, 5.11.2016. https://www.welt.de/wirtschaft/article159274919/Start-up-Szene-geht-an-der-Wohnungsnot-zugrunde.html. Zugegriffen: 12. Dez. 2016

Näheres über den sog. Lücke-Plan:

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Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH 2017

Authors and Affiliations

  1. 1.Institut der deutschen Wirtschaft KölnKölnDeutschland

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