Hierarchie-Entwicklung und die Dimension der Zeit: Entwicklungsmodelle von Organisationen

Chapter

Zusammenfassung

Jeglicher Zustand eines Teams/einer Organisation lässt sich immer als die aktuelle Momentaufnahme der Organisationsentwicklung und ihrer Strukturbildung interpretieren. „Die Gruppe“ als Vorgängermodell der Organisation bietet mit der Gruppendynamik ein Einsteiger-Verstehensmodell, das schon auf den entstehenden notwendigen Strukturbedarf hinweist. Während in Selbsthilfegruppen (Schattenhofer) Hierarchievermeidung quasi institutionalisiert wird und dem Strukturierungsbedarf noch getrotzt werden kann, geschieht mit der „pragmatischen Wende“ (Brückner, M.) dargestellt an Frauenprojekten, die Veränderung der Sozialform der Gruppe hin zu Organisation und Hierarchie. Die Kosten einer Verweigerung sind vielfältig, die Schmerzen der Wandlung ebenso. Lievegoed und Glasl beschreiben einen Organisationsentwicklungsverlauf, der den Übergang aus Pionierzeiten zu institutionalisierten hierarchischen Formaten transparent beleuchtet und zustimmungsfähig machen kann.

Schlüsselwörter

Gruppendynamik Hierarchisierung Hierarchievermeidung Organisationsentwicklung Selbsthilfegruppen Frauenprojekte Kohäsion Pionierzeiten pragmatische Wende 

Literatur

  1. Brückner, M. (Hrsg.). (1993). Frauen und Sozialmanagement. Freiburg i. Br.: Lambertus-Verlag.Google Scholar
  2. Brückner, M. (2005). Der erfolgreich bittere Weg vom alternativen Projekt zur sozialen Institution – Übergänge am Beispiel der Frauen- und Mädchenprojekte. FoRuM Supervision, 25, 29–45. Frankfurt: Fachhochschulverlag.Google Scholar
  3. Buchinger, K. (1997). Supervision in Organisationen. Den Wandel begleiten. Heidelberg: Carl-Auer.Google Scholar
  4. Glasl, F., & Lievegoed, B. (2004). Dynamische Unternehmensentwicklung: Grundlage für nachhaltiges Change Management. Bern: Haupt.Google Scholar
  5. König, O. (1996). Macht in Gruppen. Gruppendynamische Prozesse und Interventionen. München: Pfeiffer-Verlag.Google Scholar
  6. Kühl, S. (2000). Das Regenmacher-Phänomen. Widersprüche und Aberglaube im Konzept der lernenden Organisation, (insbesondere S. 122–131). Frankfurt: Campus.Google Scholar
  7. Mika, B. (2012). „Wir sind die Wahnsinnigen.“ Der Weg der taz vom politischen Projekt zum Unternehmen. OrganisationsEntwicklung – Zeitschrift für Unternehmensentwicklung und Change Management, 3(12), 25–31.Google Scholar
  8. Pühl, H. (1989). Alternativprojekte. Der Kollektivmythos als Chef. Supervision, 15, 15–27.Google Scholar
  9. Sader, M. (1991). Psychologie der Gruppe. Weinheim: Juventa.Google Scholar
  10. Schattenhofer, K. (1992). Selbstorganisation und Gruppe. Entwicklungs- und Steuerungsprozesse in Gruppen. Opladen: Westdeutscher Verlag.CrossRefGoogle Scholar
  11. Schuijt, L. (1995). Frauen organisieren. Ein Handbuch für die praktische Arbeit in Frauenorganisationen und sozialen Frauenberufen. Weinheim: Beltz.Google Scholar
  12. Watzlawick, P. (1991). Vom Schlechten des Guten. Oder Hekates Lösungen. München: Piper.Google Scholar
  13. Weber, G. (Hrsg.). (2000). Praxis der Organisationsaufstellungen. Grundlagen, Prinzipien, Anwendungsbereiche. Heidelberg: Carl-Auer-Systeme-Verlag.Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH 2017

Authors and Affiliations

  1. 1.SchonungenDeutschland

Personalised recommendations