Allgemeine Ethik und praktische Philosophie

Chapter

Zusammenfassung

Der Beitrag klärt das begriffliche Verhältnis zwischen Moralen, Moralität und Ethik und bestimmt drei Aufgaben ethischer Kritik. Hierauf werden Ebenen der Ethik unterschieden und ebenenspezifische Probleme diskutiert. Im dritten Abschnitt werden zweckrationale Überlegungen von Fragen des guten Lebens unterschieden und zwei Varianten einer eudaimonistischen Ethik skizziert. Der vierte Abschnitt widmet sich der kantianischen Ethiktradition und dem Problem einer Moralbegründung mittels retorsiver Argumente. Der letzte Abschnitt geht auf Bereiche praktischer Philosophie ein und fragt nach dem Verhältnis von Ethik, Gewalt und Krieg.

Stichworte

Moralvorstellungen ethische Prinzipien Moralität Ebenen und Bereiche praktischer Philosophie Krieg 

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Literaturverzeichnis

  1. Albert, Hans. 1969. Traktat über kritische Vernunft. Tübingen: Mohr-Siebeck.Google Scholar
  2. Apel, Karl-Otto. 1973. Transformation der Philosophie. Bd.1: Sprachanalytik, Semiotik, Hermeneutik und Bd. II: Das Apriori der Kommunikationsgemeinschaft. Frankfurt a.M.: Suhrkamp.Google Scholar
  3. Bourdieu, Pierre. 1987. Die feinen Unterschiede. Kritik der gesellschaftlichen Urteilskraft. Frankfurt a.M.: Suhrkamp.Google Scholar
  4. Clausewitz, Carl von. 2013 [1832-34]. Vom Kriege. Bearbeitet und mit einem Essay „Zum Verständnis des Werkes“ hrsg. von Wolfgang Pickert und Wilhelm Ritter von Schramm. 20. Aufl. Reinbek: Rowohlt.Google Scholar
  5. Coulmas, Peter. 1990. Weltbürger – Geschichte einer Menschheitssehnsucht. Reinbek: Rowohlt.Google Scholar
  6. Darwin, Charles. 1981 [1871]. The Descent of Man, and Selection in Relation of Sex. Princeton: University Press.Google Scholar
  7. Elias, Norbert. 1976 [1939]. Über den Prozeß der Zivilisation. Soziogenetische und psychogenetische Untersuchungen. Frankfurt a.M.: Suhrkamp.Google Scholar
  8. Frankfurt, Harry Gordon. 2001. Freiheit und Selbstbestimmung, hrsg. von Monika Betzler und Barbara Guckes. Berlin: Akademie Verlag.Google Scholar
  9. Gewirth, Alan. 1978. Reason and Morality. Chicago: University of Chicago Press.Google Scholar
  10. Gottschalk-Mazouz, Niels. 2000. Diskursethik. Theorien, Entwicklungen, Perspektiven. Berlin: Akademie Verlag.Google Scholar
  11. Habermas, Jürgen. 1983. Moralbewußtsein und kommunikatives Handeln. Frankfurt a.M.: Suhrkamp.Google Scholar
  12. Habermas, Jürgen. 2009. Richtigkeit versus Wahrheit. Um Sinn der Sollgeltung moralischer Urteile und Normen. In Philosophische Texte. Studienausgabe Bd. 3: Diskursethik, 382-434. Frankfurt a.M.: Suhrkamp.Google Scholar
  13. Hegel, Georg Friedrich Wilhelm. 1986 [1821]. Grundlinien der Philosophie des Rechts oder Naturrecht und Staatswissenschaft im Grundrisse. Werke, Bd. 7. Frankfurt a.M.: Suhrkamp.Google Scholar
  14. Herder, Johann Gottfried. 2013 [1793-97]. Briefe zur Beförderung der Humanität. Vollständige Neuausgabe, hrsg. von Karl-Maria Guth. Berlin: Sammlung Hofenberg im Verlag der Contumax GmbH & Co. KG.Google Scholar
  15. Illies, Christian 2006. Philosophische Anthropologie im biologischen Zeitalter. Zur Konvergenz von Moral und Natur. Frankfurt a.M.: Suhrkamp.Google Scholar
  16. Kant, Immanuel. 1968 [1785]. Grundlegung zur Metaphysik der Sitten. In Kants Werke. Akademie-Textausgabe, Bd. IV, 385-464. Berlin: de Gruyter.Google Scholar
  17. Kant, Immanuel. 1968 [1788]. Kritik der praktischen Vernunft. In Kants Werke. Akademie-Textausgabe, Bd. V, 1-164. Berlin: de Gruyter.Google Scholar
  18. Kant, Immanuel. 1968 [1795]. Zum ewigen Frieden. In Kants Werke. Akademie- Textausgabe, Bd. VIII, 341-386. Berlin: de Gruyter.Google Scholar
  19. Krüger, Thomas 2000. Kohelet (Prediger). Biblischer Kommentar Altes Testament. Bd. 19 – Sonderband. Neukirchen-Vluyn: Neukirchener Verlag.Google Scholar
  20. Kuhlmann, Wolfgang. 1985. Reflexive Letztbegründung. Untersuchungen zur Transzendentalpragmatik. Freiburg/Br., München: Alber.Google Scholar
  21. Luhmann, Niklas. 1997. Die Gesellschaft der Gesellschaft. Frankfurt a.M.: Suhrkamp.Google Scholar
  22. Lutz-Bachmann, Matthias. 2013. Grundkurs Philosophie. Bd. 7: Ethik. Stuttgart: Reclam.Google Scholar
  23. Mannheim, Karl. 2015 [1929]. Ideologie und Utopie. 9. Aufl. Frankfurt a.M.: Klostermann.Google Scholar
  24. Marchart, Oliver. 2010. Die politische Differenz. Zum Denken des Politischen bei Nancy, Lefort, Badiou, Laclau und Agamben. Frankfurt a.M.: Suhrkamp.Google Scholar
  25. Marx, Karl. 1978 [1844]. Zur Kritik der Hegelschen Rechtsphilosophie. Einleitung. In Marx Engels Werke, Bd. 1, 378-391. Berlin: Dietz.Google Scholar
  26. Marx, Karl. 1978 [1859]. Zur Kritik der Politischen Ökonomie. In Marx Engels Werke, Bd. 13, 7-160. Berlin: Dietz.Google Scholar
  27. Nida-Rümelin, Julian (Hrsg.) 2005. Angewandte Ethik. Die Bereichsethiken und ihre theoretische Fundierung. Ein Handbuch. 2. Aufl. Stuttgart: Kröner.Google Scholar
  28. Nussbaum, Martha C. 2000. Women and Human Development. The Capabilities Approach. Cambridge: Cambridge University Press.Google Scholar
  29. Nussbaum Martha C. 2003. Capabilities as Fundament Entitlements: Sen and Social Justice. Feminist Economics 9 (2-3): 33-59.Google Scholar
  30. Ott, Konrad. 1997. Ipso Facto. Zur ethischen Begründung normativer Implikate wissenschaftlicher Praxis. Frankfurt a.M.: Suhrkamp.Google Scholar
  31. Ott, Konrad. 2005. Moralbegründungen zur Einführung. 2. Aufl. Hamburg: Junius.Google Scholar
  32. Ott, Konrad.2008. Ethik und Diskurs. In Kolleg Praktische Philosophie. Bd. 2: Grundpositionen und Anwendungsprobleme der Ethik, hrsg. von Franz Josef Wetz, Volker Steenblock und Joachim Siebert, 111-152. Stuttgart: Reclam.Google Scholar
  33. Raz, Joseph. 2006. Praktische Gründe und Normen. Frankfurt a.M.: Suhrkamp.Google Scholar
  34. Schmidl-Neuburg, Hilmar. 2005. Normative Theorien der Internationalen Beziehungen. Norderstedt: Books on Demand.Google Scholar
  35. Schmitt, Carl. 2015 [1932]. Der Begriff des Politischen. 9. Aufl. Berlin: Duncker & HumblotGoogle Scholar
  36. Singer, Marcus George. 1975. Verallgemeinerungen in der Ethik. Zur Logik moralischen Argumentierens. Frankfurt a.M.: Suhrkamp.Google Scholar
  37. Steigleder, Klaus. 1999. Grundlegung der normativen Ethik. Der Ansatz von Alan Gewirth. Freiburg i. Br.: Alber.Google Scholar
  38. Ueding, Gert und Bernd Steinbrink. 2011. Grundriß der Rhetorik. Geschichte, Technik, Methode. 5. Aufl. Stuttgart: Metzler.Google Scholar

Kommentierte Literatur

  1. Kant, Immanuel. 1968 [1785]. Grundlegung zur Metaphysik der Sitten. In Kants Werke. Akademie-Textausgabe, Bd. IV, 385-464. Berlin: de Gruyter. In dieser Schrift wird der Kategorische Imperativ als oberstes Prinzip aller Sittlichkeit begründet. Daraus folgt, dass allen moralfähigen Personen eine Würde zukommt.Google Scholar
  2. Habermas, Jürgen. 2009. Richtigkeit versus Wahrheit. Um Sinn der Sollgeltung moralischer Urteile und Normen. In Philosophische Texte. Studienausgabe Bd. 3: Diskursethik, 382-434. Frankfurt a.M.: Suhrkamp. In diesem Text wird der Unterschied zwischen Wahrheits- und Richtigkeitsansprüchen erläutert. Es wird die These vertreten, dass die Inklusion aller Stimmen und Beiträge in praktischen Diskursen ein Äquivalent ist für den „Prüfstein der Realität“, an dem wir die Wahrheit von Tatsachenbehauptungen bemessen.Google Scholar
  3. Nida-Rümelin, Julian (Hrsg.) 2005. Angewandte Ethik. Die Bereichsethiken und ihre theoretische Fundierung. Ein Handbuch. 2. Aufl. Stuttgart: Kröner. In diesem Band sind viele instruktive Artikel zu den Handlungsfeldern der praktischen Philosophie versammelt. Der Band dokumentiert die Hinwendung der Ethik zu praktischen Fragen, widmet sich aber auch den moralphilosophischen Grundlagen.Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 2017

Authors and Affiliations

  1. 1.KielDeutschland

Personalised recommendations