Kommunikation für Innovationen

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Part of the Wirtschaftsförderung in Lehre und Praxis book series (WLP)

Zusammenfassung

Eine erfolgreiche Unternehmenskommunikation sollte strategisch ausgerichtet sein, um die für das Unternehmen relevanten Stakeholder mit den für sie wichtigen Informationen zu versorgen. Sie wird in interne und externe Unternehmenskommunikation unterteilt und hat die Aufgabe, zur Wertschöpfung des Unternehmens beizutragen. Kommunikation in Richtung der Beschäftigten wird als interne Kommunikation bezeichnet, externe Kommunikation geht in Richtung aller anderen Bezugsgruppen. Das strategische Kommunikationsmanagement lehnt sich an den klassischen Managementkreislauf mit den Phasen Analyse, Planung, Durchführung und Kontrolle an und unterstützt das Unternehmen dabei, sich mit einem einheitlichen Bild seinen Stakeholdern zu präsentieren. Hierbei soll widerspruchsfrei und glaubwürdig kommuniziert werden, um die gesetzten Kommunikationsziele zu erreichen. Interne und externe Kommunikationsprozesse spielen im Innovationsmanagement eine bedeutende Rolle, werden aber nach Zerfaß (2009, S. 24) in vielen Teilbereichen des Innovationsmanagements noch nicht integriert diskutiert. Zerfaß versteht Kommunikation als konstitutives Element eines Innovationsprozesses und geht davon aus, dass sich deshalb neue Anforderungen und Rollen für die Kommunikationsverantwortlichen im Unternehmen ergeben. Innovations- und Kommunikationsprozesse sollten deshalb in der Praxis mehr verzahnt werden und die verantwortlichen Abteilungen enger zusammenarbeiten. Auch für das Employer Branding, also für den Aufbau einer starken Arbeitgebermarke, spielen Innovationen eine große Rolle. Dabei wird das Employer Branding sowohl durch den Bereich der Sozialinnovationen, bei dem es u. a. um Arbeitszufriedenheit und Arbeitsplatzgestaltung geht, unterstützt, als auch durch andere Innovationsarten sowie eine ausgeprägte Innovationskultur. Um sichtbar zu werden, müssen diese Themen durch Instrumente der Unternehmenskommunikation in Richtung der Beschäftigten sowie an potenzielle Talente kommuniziert werden.

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Authors and Affiliations

  1. 1.FOM Hochschule f. Oekonomie & ManagementBerlinDeutschland

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