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Das Reziprozitätsprinzip in der Lehre für zukünftige Marktforscher

Tit for Tat in der Lehre – Geht das?
Chapter

Zusammenfassung

In der Praxis verstehen sich Marken zunehmend als Brand Communities mit gezielt geöffneten Mitbestimmungsoptionen zur Förderung einer Interaktionsbeziehung zwischen Marken und Kunden sowie zwischen Kunden untereinander. Das Streben von Unternehmen, diese wechselseitige (reziproken) Interaktionsbeziehung auszubauen und Marktforschung dabei „Inhouse“ mit zu erheben und automatisiert auszuwerten, betrifft die Marktforschung von der Datenqualität bis zum Auftragsvolumen unmittelbar. Gleichzeitig ergeben sich weitreichende Chancen, wenn die Marktforschung eine entscheidende Rolle als HUB-Experte der Brand-Community-Culture zur Sicherung der reziproken Marke-Kunden-Beziehung übernimmt. Dieser Artikel untersucht deshalb, was die Rollenanforderungen an Marktforscher im Sinne eines HUB-Experten der Brand Community sind und wie Studierende auf diese Anforderungen vorbereitet werden können. Leitbildfunktion übernimmt dabei das CORE-Prinzip, das Reziprozität in den Mittelpunkt der Arbeit stellt.

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Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 2016

Authors and Affiliations

  1. 1.Department WirtschaftHAWHamburgDeutschland
  2. 2.Fakultät für KulturwissenschaftenUniversität PaderbornPaderbornDeutschland

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