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Bewertung der HKG

  • Bernd HeesenEmail author
Chapter

Zusammenfassung

Die Bewertung ist rein technisch gesehen ja eigentlich eine Art Investitionsrechnung gegen unendlich.

Während die Investitionsrechnung allerdings mit Größen des internen Rechnungswesens arbeitet und in der Regel die Ergebnisse vor Steuern berechnet (Heesen 2012), greift die Bewertung auf Werte aus dem externen Rechnungswesen (Plan‐GuV und Planbilanzen) zu und ermittelt die Resultate auf einer Nach‐Steuer‐Basis.

Aber die Technik ist immer gleich und uns bereits sehr bekannt.
  • Ein‐ und Auszahlungen, wie immer definiert, saldieren,

  • Diskontsatz berechnen,

  • Zeitwerte zu Barwerte abzinsen,

  • Barwerte aufsummieren,

  • zusätzliche Positionen (z. B. Stille) hinzu‐ und/oder herausrechnen.

Oder, wie man bei der Investitionsrechnung oder ich an der Hochschule als Regel immer sage:
  • Saldieren,

  • Diskontieren,

  • Multiplizieren,

  • Kumulieren,

  • Addieren bzw. Subtrahieren.

Das eindeutig meistgenutzte Verfahren bei Unternehmensbewertungen haben wir in den vorhergehenden Kapiteln bereits kennengelernt. Es handelt sich um den Ansatz mittels der freien Cash Flows (FCF), wir sprechen vom DCF (Discounted Cash Flow)‐Verfahren.

Ist die Bewertung als Gutachten zu erstellen, dann orientiert sich die Auftragsdurchführung fast immer an den Grundsätzen zur Durchführung von Unternehmensbewertungen (IDW S 1), verabschiedet am 02. April 2008 sowie nach der Unternehmenssteuerreform 2008.

Wie Sie in den ersten Kapiteln dieses Buches gesehen haben, gibt es darüber hinaus noch andere Verfahren, die wir aber hier bei der Bewertung der HKG alle vernachlässigen werden.

Literatur

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Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH 2017

Authors and Affiliations

  1. 1.MarktschellenbergDeutschland

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