Advertisement

Motivation gestern, heute und morgen

  • Hans Klaus
  • Hans J. Schneider
Chapter

Zusammenfassung

Im Arbeitsalltag zeigen verschiedene Menschen unterschiedliche Arbeitsantriebe. Derselbe Mensch erscheint einmal motiviert, ein andermal wenig einsatzbereit. Wollen wir die erkennbar unterschiedlichen Ausprägungen von Motivation und deren allfällige Veränderungen verstehen, vor allem in Betrieben auch damit umgehen, dann ist die Prämisse aufzugeben, der Mensch sei mit der Figur des Homo oeconomicus vollinhaltlich treffend zu umschreiben. Die Figur des von Undurchschaubarkeit und Unberechenbarkeit, von beschränkter Rationalität und sich wandelnden Werten und Bedürfnissen gekennzeichneten „complex man“ besitzt demgegenüber größere Fassungskraft. Im permanenten, diskontinuierlichen Wandel der Lebenswelt verändern sich gerade auch die handlungsleitenden Werte der Menschen. Welche Bedeutung kommt; diesem Phänomen in der Arbeitswelt zu? Vor dem Hintergrund der Typisierungen der Generationen X und Y sowie des Übergangs zur Generation Z ist zu fragen, mit welchen für die Arbeitsmotivation relevanten Werteverschiebungen zu rechnen ist. Personalarbeit könnte anspruchsvoller werden: Früher vielleicht bewährte, auf Basis genereller Annahmen zur menschlichen Arbeitsmotivation entwickelte und eingesetzte Standardinstrumente in HRM und Führung könnten angesichts der Individualisierung immer weniger greifen.

Literatur

  1. Albert, M., Hurrelmann, K., Quenzel, G., & TNS Infratest, S. (2015). 17. Shell Jugendstudie. Hamburg: Fischer Taschenbuch Verlag.Google Scholar
  2. Armour, S. (2005). Generation Y: They’ve arrived at work with a new attitude. USA Today. von: http://usatoday30.usatoday.com/money/workplace/2005-11-06-gen-y_x.htm. Zugegriffen: 15. Juli 2015.
  3. Bassett-Jones, N., & Lloyd, G. C. (2005). Does Herzberg’s motivation theory have staying power? Journal of management development, 24(10), 929–943.CrossRefGoogle Scholar
  4. Beckmann, J., & Heckhausen, H. (2010). Motivation durch Erwartung und Anreiz. In J. Heckhausen & H. Heckhausen (Hrsg.), Motivation und Handeln (4. Aufl., S. 105–143). Berlin: Springer.CrossRefGoogle Scholar
  5. Bruch, H., Kunze, F., & Böhm, S. (2010). Generationen erfolgreich führen. Konzepte und Praxiserfahrungen zum Management des demographischen Wandels. Wiesbaden: Springer.CrossRefGoogle Scholar
  6. Couplan, D. (2004). Generation X. München: Goldmann.Google Scholar
  7. Erpenbeck, J., Rosenstiel, L. v. (2007). Handbuch Kompetenzmessung. Erkennen, verstehen und bewerten von Kompetenzen in der betrieblichen, pädagogischen und psychologischen Praxis. Stuttgart: Schaeffer-Poeschel.Google Scholar
  8. Gebhardt, B., Hofmann, J., & Roehl, H. (2015). Zukunftsfähige Führung. Die Gestaltung von Führungskompetenzen und -systemen. Gütersloh: Bertelsmann Stiftung.Google Scholar
  9. Heckhausen, J., & Heckhausen, H. (Hrsg.). (2010). Motivation und Handeln (4. Aufl.). Berlin: Springer.Google Scholar
  10. Herzberg, F. (2003). One more time: How do you motivate employees? Harvard business review, 81(1), 87–96.Google Scholar
  11. Herzberg, F., Mausner, B., & Snyderman, B. (2010). The motivation to work 12th. Brunswick: Transaction Publishers.Google Scholar
  12. Kahnemann, D. (2003). A psychological perspective on economics. American Economic Review, 93(2), 162–168.CrossRefGoogle Scholar
  13. Kerstan, T. (15. Okt. 2015). Das wird die Generation R. Interview mit Klaus Hurrelmann. Die Zeit, Nr. 42 (http://www.zeit.de/2015/42/shell-studie-jugend-generation).
  14. Klages, H. (1993). Wertewandel in den 90er Jahren. In L. v. Rosenstiel, M. Djarrahzadeh, H. E. Einsiedler, & R. K. Streich (Hrsg.), Wertewandel. Herausforderung für die Unternehmenspolitik in den 90er Jahre (2. Aufl., S. 1–16). Stuttgart: Schäffer-Poeschel.Google Scholar
  15. Klages, H., & Gensicke, T. (2006). Wertesynthese – funktional oder dysfunktional. Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie, 58(2), 332–351.CrossRefGoogle Scholar
  16. Klaus, H. (2008). Der ganze Mensch. Herausforderungen für die Personalarbeit. In H. J. Schneider & H. Klaus (Hrsg.), Mensch und Arbeit (11. Aufl., S. 21–63). Düsseldorf: Symposion.Google Scholar
  17. Klaus, H. (2009). Employability und Studium. In P. Speck (Hrsg.), Employability – Herausforderungen für die strategische Personalentwicklung (4. Aufl. aktualisierte und erweiterte, S. 169–187). Wiesbaden: Gabler.Google Scholar
  18. Kühl, S. (2011). Organisationen. Eine sehr kurze Einführung. Wiesbaden: VS Verlag.Google Scholar
  19. Manpower (2015). Studie zur Arbeitsmotivation: Das spornt die Deutschen an. https://www.manpower.de/neuigkeiten/presse/pressemitteilungen/studie-zur-arbeitsmotivation-das-spornt-die-deutschen-an/#index. Zugegriffen 16. Mai 2015.
  20. Maslow, A. H. (1981). Motivation und Persönlichkeit. Reinbek: Rowohlt.Google Scholar
  21. Mutz, G. (2002). Pluralisierung und Entgrenzung in der Erwerbsarbeit, im Bürgerengagement und in der Eigenarbeit. Arbeit,14 (11), 21–32.Google Scholar
  22. Oechsler, W. (2011). Personal und Arbeit. Grundlagen des Human Resource Management und der Arbeitgeber-Arbeitnehmer-Beziehungen. Oldenbourg: München.CrossRefGoogle Scholar
  23. Priddat, B. P. (2002). Das Verschwinden der langen Verträge. In D. Baecker (Hrsg.), Archäologie der Arbeit (S. 65–86). Berlin: Kadmos.Google Scholar
  24. Priddat, B. P. (2013). Die neue Bevölkerung der Ökonomie. Multiple, faire, unwissende und emotionale Akteure. Zeitschrift für Wirtschafts- und Unternehmensethik, 14(2), 135–156.Google Scholar
  25. Reiss, S. (2000). Who am I? The 16 basic desires that motivate our behaviour and define our personality. New York: Penguin Putnam.Google Scholar
  26. Rheinberg, F. (2010). Intrinsische Motivation und Flow-Erleben. In J. Heckhausen & H. Heckhausen (Hrsg.), Motivation und Handeln (4. Aufl., S. 365–387). Berlin: Springer.CrossRefGoogle Scholar
  27. Schmalt, H.-D., & Langens, T. A. (2009). Motivation (4. Aufl.). Stuttgart: Kohlhammer.Google Scholar
  28. Scholz, C. (2014). Generation Z: Wie sie tickt, was sie verändert und warum sie uns alle ansteckt. Weinheim: Wiley.Google Scholar
  29. Vollmer, G. (1990). Evolutionäre Erkenntnistheorie (5. Aufl.). Stuttgart: Hirzel.Google Scholar
  30. Vroom, V. (1964). Work and motivation. New York: Wiley.Google Scholar
  31. Watzlawick, P. (1986). Vom Schlechten des Guten. Oder Hekates Lösungen. München: Piper.Google Scholar
  32. Withauer, K. (2002). Menschen führen (7. Aufl.). Renningen-Malmsheim: Expert-Verlag.Google Scholar
  33. Wunderer, R. (2008). Internes Unternehmertum. In H. J. Schneider, H. Klaus, (Hrsg.), Mensch und Arbeit (11. Aufl. S. 265 ff.). Düsseldorf: Symposion.Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 2016

Authors and Affiliations

  1. 1.MolfseeDeutschland
  2. 2.ForchheimDeutschland

Personalised recommendations