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Der Wiedervereinigung Freudenschrei

  • Andreas Marneros
Chapter

Zusammenfassung

Aus dem dreiundzwanzigsten Gesang meiner Odyssee werde ich Euch erzählen, wie die beiden Liebenden – Odysseus und Penelope – endlich wieder zueinander finden. Es ist ein schwieriger Schritt für Penelope, die zwischen Bangen und Hoffen schwankt. Ihre große Vorsicht war für sie Schutz und Qual gleichzeitig; um nicht wieder enttäuscht zu werden, zeigt sie sich zunächst noch hartherzig und gefühllos und erzeugt sowohl bei Odysseus als auch und vor allem bei Telemachos Unbehagen. Sie stellt Odysseus Identität auf den Prüfstand. Scheinheilig, sozusagen nebenbei, prüft sie ihn, indem sie ihn das Ehebett beschreiben lässt, das er einst gebaut hat – ein streng gehütetes Geheimnis. Odysseus besteht die Prüfung, und mit einem Freudenschrei umarmt Penelope – endlich, endlich – ihren heiß ersehnten Gemahl. Sie verbringen eine wundervolle Nacht zusammen, die Athena extra für sie verlängert. Am nächsten Morgen verlässt Odysseus den Palast, weil er fürchtet, dass die Angehörigen der Opfer sie attackieren werden; den Angriff will er auf dem Landsitz seines Vaters abwehren. Mithilfe Athenas kann er gemeinsam mit Telemachos und den beiden treuen Hirten unbemerkt die Stadt verlassen. Und die uns begleitende Seele wird dabei geflügelte Worte von immerwährender Gültigkeit singen, wie etwa über das hartnäckige Beharren, das Zustände zu verändern vermag, von der Hartnäckigkeit der ambivalenten Gefühle, von der Macht des beharrlichen Schweigens und der rasch wechselnden Meinung der Massen. Und noch von manchem anderen.

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 2017

Authors and Affiliations

  1. 1.BonnDeutschland

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