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Göttlicher Motivationsschub und menschliches Mutigwerden

  • Andreas Marneros
Chapter

Zusammenfassung

In einer Synthese bestehend aus dem fünfzehnten, sechzehnten und ersten Gesang meiner Odyssee werde ich Euch erzählen, wie Telemachos, Odysseus Sohn, plötzlich in der Hütte des Schweinehirten Eumaios erscheint, wo sich sein Vater – der Bettler – aufhält. Telemachos kehrt von seiner Reise zurück, einer Reise mit langer Vorgeschichte. Athena animierte Telemachos zu dieser Reise und begleitete ihn dabei in verschiedenen menschlichen Gestalten. Sie machte ihm Mut, dass sein Vater mit Sicherheit zurückkehren werde, allerdings brauche er Informationen; am besten von Nestor, dem König von Pylos, einem alten Freund und Weggefährten seines Vaters. Und auch von Menelaos, dem König von Sparta. Mit dieser Reise verfolgt die Göttin unter anderem das Ziel, dass der junge Prinz Erfahrungen sammelt und Autorität erlangt. Sie gibt dem Jüngling genug Mut, um den Freiern zu widersprechen und eine Ratsversammlung einzuberufen, bei der er einflussreiche Ithakier um Unterstützung gegen die Freier ersucht. Nach einem kräftigen Motivationsschub verschwindet Athena vorerst und überlässt Telemachos die Initiative. Und die uns begleitende Seele wird dabei geflügelte Worte von immerwährender Gültigkeit singen, wie etwa über die Erleichterungen, die man hat, wenn man über seine Probleme, Konflikte und Irrungen spricht, über das Wunschdenken, das aus der Ohnmacht kommt, und die Tagträume, die aus Wunschdenken entstehen. Und über die Illusion, dass Einfachheit und Unbedeutsamkeit Freiheit und Ruhe bedeuten. Und über manches andere.

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 2017

Authors and Affiliations

  1. 1.BonnDeutschland

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