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Gastronomic Tourism And Territorial Development: The Case of Catalonia/Gastronomischer Tourismus und Raumplanung

  • Maria del Pilar Leal Londoño
Chapter
Part of the Forschung und Praxis an der FHWien der WKW book series (FPGHW)

Zusammenfassung

Der Blick in die aktuelle Forschungsliteratur der multidisziplinär angelegten Tourismusforschung offenbart in der Verbindung von Gastronomie und Tourismus einen höchst dynamischen und gleichzeitig kreativen Beitrag, welcher zudem stetig an Bedeutung gewinnt. Die Tourismusindustrie und/oder die jeweiligen Bestimmungsorte erkennen mittlerweile die enorme Bedeutung des Themas Ernährung, einerseits als Ausgangspunkt zur Diversifizierung einer touristisch geprägten Angebotspalette, andererseits zur Akkumulation einer lokalen, regionalen und nationalen Wirtschaftsentwicklung (WTO 2012). Am Beispiel der spanischen Region Katalonien zeigt sich allerdings, dass Gastronomie weit mehr als eine aktuelle Modeerscheinung des 21. Jahrhunderts ist. Deutlich wird dies unter dem Hinweis, Gastronomie aus Katalonien als zentralen Bezugspunkt einer öffentlich hergestellten Tourismuspolitik (Stichwort: kulturelle Identität) zu begreifen und jegliche Kommunikation, Planung, Verwaltung und Werbung (besonders deutlich: Strategic Tourism Plan of Catalonia, kurz: PETC 2005–2010 bzw. 2012–2016) auf diesen Umstand hin auszurichten (Jiménez 2011) nicht zuletzt im Hinblick auf die für Katalonien so wichtige Abgrenzung zu anderen spanischen Regionen (Llagostera 2009). Öffentliche Eingriffe in die Entwicklung eines als katalanisch verstandenen Tourismusangebots ist höchste Bedeutung beizumessen. Vor dem Hintergrund der politischen Entwicklungen der letzten acht Jahre innerhalb Spaniens hat die autonome katalanische Regionalregierung („Generalitat de Catalunya“) nicht überraschend eine noch größere Rolle in der Tourismusgestaltung wahrgenommen (López Palomeque 2004), was insbesondere die Diversifizierung zum sogenannten Strand- und Sonnentourismus anbelangt. Die vorliegende katalanische Fallstudie greift jene Informationen auf. Unter der Mithilfe von quantitativ angereicherten Informationen werden die Möglichkeitsbedingungen bzw. das Potenzial des Themas Gastronomie und Tourismus aus Katalonien untersucht und als Instrument zur Förderung einer territorialen Entwicklung begriffen. Hierauf aufbauend werden zehn grundlegende Merkmale definitorisch dargelegt, wobei jedes jener Attribute zuvor mit der in der Literatur hierzu vorgesehenen Merkmalen zur Kennzeichnung einer lokalen und regionalen Entwicklung gegengelesen wird. Durch die methodologische Hinzuziehung von SCA und SPSS wird ferner die vielschichtige Beziehung von Ausprägungen bzw. Kategorien einzelner Variablen (Tourismusmarken bzw. Tourismuseigenschaften) bestimmt. Das Ziel der Studie ist die Verdeutlichung der jeweils unterschiedlichen Ausgangsbedingungen von Variablen (im vorliegenden Fall bedeutet dies katalanische Marken bzw. inhaltlich zusammenhängende Subregionen bzw. Landkreise innerhalb Kataloniens) im Hinblick auf eine erfolgreiche Übersetzung der katalanischen Tourismuspolitik. Angesiedelt an der Schnittstelle zwischen Politik, Wirtschaft und Gesellschaft liefert die vorliegende Untersuchung einen wertvollen Beitrag für zukünftige Planer und/oder Entscheidungsträger der Verbindung von Gastronomie und Tourismus, sei es auf lokaler oder regionaler Ebene. Vier Kapitel sind nachfolgend zu unterscheiden. Während die aktuelle Forschungsliteratur und die theoretische Einbettung in Abschn. 13.2 vorgestellt werden, ist Abschn. 13.3 dem methodischen Zugang gewidmet. Nach der Darlegung von Möglichkeiten einer lokalen Entwicklung auf der Grundlage der Untersuchungsergebnisse (Abschn. 13.4), werden in Abschn. 13.5 mögliche Schlussfolgerungen zusammengefasst.

Schlüsselwörter

Gastronomic Tourism Territorial Development Catalonia Tourism Brand 

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Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH 2017

Authors and Affiliations

  1. 1.Ostelea School of Tourism and HospitalityBarcelonaSpanien

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