Welche Landwirtschaft braucht die Stadt? Aspekte der Entwicklung einer sozial-ökologischen Stadtlandschaft

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Part of the Hybride Metropolen book series (HM)

Zusammenfassung

Mit unterschiedlichen Zugängen zum Thema urbane Landwirtschaft und Stadtentwicklung ist der Versuch unternommen worden, die Überlagerung und enge Verflechtung in der Nutzung des Freiraums durch die landwirtschaftliche Produktion mit der Bedeutung des Freiraums für die Stadtgesellschaft zusammenzuführen und eine Diskussion um eine nachhaltige, klimaangepasste und resiliente Stadt- und Regionalentwicklung in diesem Kontext anzustoßen. Die Qualität des urbanen Randraumes spielt dabei eine wesentliche Rolle. Das bedeutet, dass städtische Ränder und Übergangsbereiche in Agglomerationsräumen verantwortungsvoll entwickelt werden müssen. Die urbane Landwirtschaft scheint dabei eine gewisse Schlüsselrolle einnehmen zu können. Dies erfordert sicherlich auch, den urbanen Randraum nicht vom Stadtzentrum aus zu betrachten, sondern als Hotspot ökosystemarer (Klima, Wasserhaushalt, Flora, Fauna) und gesundheitsrelevanter (Lebensqualität, Wohlbefinden, Hitzestauvermeidung, Vermeidung gesundheitsschädigender Umweltbelastungen) Dienstleistungen für die Stadtgesellschaft zu würdigen und ihm dadurch eine eigene und vielleicht sogar gleichrangige Bedeutung gegenüber Bau- und Infrastrukturprojekten beizumessen.

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Authors and Affiliations

  1. 1.HamburgDeutschland
  2. 2.StuttgartDeutschland

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