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PISA und kein Ende

Zur Kontinuität eines interdiskursiven Phänomens und seinen eigentümlichen Folgen
Chapter
Part of the Theorie und Praxis der Diskursforschung book series (TPEDF)

Zusammenfassung

Alle drei Jahre wieder wird die Öffentlichkeit über die Ergebnisse der inzwischen allseits bekannten PISA-Studie informiert. In der Regel werden die Resultate von wissenschaftlich-verantwortlicher sowie bildungspolitischer Seite präsentiert, während die Tagespresse, interdisziplinäre Forschung, (Fach-)Praxis sowie (Fach-) Politik mit entsprechenden Kommentierungen und Deutungen reagiert. Auch die jüngste Ergebnis-Verkündung der nunmehr fünften PISA-Studie reiht sich in dieses Prozedere ein: So gibt die Homepage der Kultusministerkonferenz der Länder am 3. Dezember 2013 bekannt: „Deutschland gehört zu den wenigen Staaten, die sich seit den ersten PISA-Erhebungen kontinuierlich verbessert haben“ (KMK 2013).

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Authors and Affiliations

  1. 1.Stiftung Universität Hildesheim, Institut für Sozial- und OrgaisationspädagogikHildesheimDeutschland

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