Strategisches Management im Hyperwettbewerb

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Zusammenfassung

Im Zusammenhang mit dem strategischen Management im Hyperwettbewerb kann zunächst auf die bekannten Ausführungen von D’Aveni (Hypercompetition: managing the dynamics of strategic maneuvring, New York, 1995) Bezug genommen werden. So hat D’Aveni festgestellt, dass der Hyperwettbewerb einige wesentliche Konsequenzen auf das strategische Management haben wird. Insbesondere führt der Hyperwettbewerb zu einer beschleunigten Verfallszeit von Wettbewerbsvorteilen. In der Konsequenz ist das Unternehmensmanagement im Hyperwettbewerb somit regelmäßig dazu gezwungen, die eigenen Wettbewerbsvorteile (im Marktanteilswettbewerb) permanent aktiv infrage zu stellen.

Zusätzlich hat D’Aveni betont, dass der klassische Preis-Qualitäts-Wettbewerb durch einen Innovationswettbewerb ergänzt und ersetzt wird. Dies bedeutet, dass die bekannten strategischen Instrumente, z. B. die SWOT-Analyse, an Aussagekraft verlieren. So liefert die bekannte SWOT-Analyse häufig nur im stabilen Branchen- bzw. im stabilen Marktanteilswettbewerb sinnvolle Aussagen und muss für den dynamischen Wettbewerb angepasst und ergänzt werden.

Zusätzlich zur klassischen SWOT-Analyse wird auch die Bedeutung der Langfristplanung in der bekannten inhaltlichen Ausprägung abnehmen. Auch der Einsatz der klassischen Langfristplanung setzt die Stabilität der Wettbewerbsvorteile voraus, die im Hyperwettbewerb jedoch nicht mehr gegeben ist.

Die dargestellten und weiteren Veränderungen werden zur Folge haben, dass ein Unternehmen seine Innovationsbereitschaft und -fähigkeit zielgerichtet weiterentwickeln muss. Gleichzeitig muss das Unternehmen den strategischen Managementprozess mit einem strategischen Business-Innovation-Managementprozess verbinden.

Vor dem Hintergrund dieser Veränderungen soll in diesem Kapitel eine Beschreibung des klassischen strategischen Managementprozesses im Mittelpunkt stehen (Abschn. 6.1). Im Anschluss daran werden die notwendigen inhaltlichen Erweiterungen des neuen strategischen Managementprozesses dargestellt (Abschn. 6.2).

Literatur

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Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 2017

Authors and Affiliations

  1. 1.FOM Hochschule für Oekonomie & ManagementHochschulzentrum Düsseldorf DüsseldorfDeutschland

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