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Die Kult(ur)serie im Distinktionsprozess

  • Michael DellwingEmail author
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Zusammenfassung

Die „neuen Serien“ stehen weitgehend nicht im klassischen Rahmen der Massenmoralkontrolle, allerdings entstammen sie einem System, das um diese klassische Struktur herum gewachsen ist. Um zu verstehen, wie die Kult(ur)serie aufkommt, ist es notwendig, nachzuzeichnen, wie sie sich an diese klassischen Strukturen anlehnt und wie sie sich gegen sie auflehnt. Während einige hochdotierte Kult(ur)serien dem alten (Werbe-)System und seinen Kontrollnetzen entspringen (wie Hannibal, Community und The Good Wife, aber auch schon Hill Street Blues, ER, NYPD Blue und Twin Peaks), gelten vor allem Formate, die außerhalb dieses Systems entstanden sind, als Kernelemente der transnationalen Serienkultur: Formate wie The Sopranos, The Wire, Deadwood, Homeland, Game of Thrones, Girls und viele andere entstehen außerhalb der Werbefinanzierung, außerhalb der FCC-Kontrolle und außerhalb der Serientrichter bei Pay-Anbietern wie HBO, Showtime und Netflix, und Formate wie The Shield, Breaking Bad, Mad Men, Fargo und Louie entstehen bei Kabelanbietern, bei denen die Werbefinanzierung nur noch einen Teil der Einnahmen ausmacht, wie FX und AMC.

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH 2017

Authors and Affiliations

  1. 1.Universität KasselKasselDeutschland

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