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Die Konstruktion gewaltfreier Männlichkeiten im Nachkrieg – Zusammenfassung der Ergebnisse

  • Miriam Schroer-HippelEmail author
Chapter
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Part of the Politische Psychologie book series (POLPSY)

Zusammenfassung

Die drei Fallanalysen zeigen, wie in konkreten Nachkriegskontexten gewaltfreie, dem Friedensaufbau verpflichtete Männlichkeitskonstruktionen ausgehandelt wurden. Zu den zentralen Ergebnissen zählt, dass die Konstruktion von Alternativen zu militarisierter Männlichkeit eng in die jeweiligen Kontexte eingebettet ist, die durch konkurrierende hegemoniale Diskurse gekennzeichnet sind. Aus intersektionaler Perspektive, d. h. der Analyse der wechselseitigen Konstruktionsprozesse von Geschlecht und weiteren Dimensionen, werden dabei grundlegende Konstruktionsprinzipien von Männlichkeit deutlich. Bei der Konstruktion demilitarisierter Männlichkeitsbilder war es offenbar erforderlich, bestimmte Aspekte hegemonialer Männlichkeit stabil zu halten. Dabei spielten Heterosexualität, Nation und Tradition eine wichtige Rolle. Die theoriegeleitete Evaluation der Friedensprojekte zeigte, dass die untersuchten Initiativen die vier Gütekriterien für eine Männlichkeitsorientierung in der Friedensarbeit weitgehend erfüllten. Trotz der sehr unterschiedlichen Reichweite kann den Projekten daher eine hohe Relevanz für den Friedensaufbau zugeschrieben werden. Grenzen der Projekte müssen jedoch durch ergänzende Maßnahmen ausgeglichen werden. Es besteht weiterer Forschungsbedarf in Richtung einer genderorientierten Theorie der Friedensentwicklung insgesamt.

Stichwörter

Gender Männlichkeit Sexualität Nation Gewaltfreiheit Intersektionalität Friedensarbeit 

Keywords

Masculinity Sexuality Nation Non-violence Intersectionality 

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 2017

Authors and Affiliations

  1. 1.Camino – Werkstatt für Fortbildung, Praxisbegleitung und ForschungBerlinDeutschland

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