Advertisement

Krieg und Geschlecht – Konsequenzen für die Friedensarbeit

Chapter
Part of the Politische Psychologie book series (POLPSY)

Zusammenfassung

In der praktischen Friedensarbeit spielen Geschlechterperspektiven seit der Resolution des UN-Sicherheitsrates 1325 eine zunehmend wichtige Rolle. Im Mittelpunkt steht dabei oft das Ziel, die Teilhabe von Frauen zu stärken. Die vorliegende Arbeit bezieht ergänzend Wissen über machtvolle Geschlechterbilder in bewaffneten Konflikten auf die Praxis der Friedensarbeit. Der theoretische Rahmen der Untersuchung umfasst das Konzept hegemonialer Männlichkeit, Intersektionalität und entsprechende Definitionen von Nation, Ethnizität und Nationalismus. Darauf aufbauend werden Kriterien für eine Männlichkeitsperspektive in der Friedensarbeit entwickelt. Gute Friedensarbeit soll demnach darauf abzielen, Hierarchien zwischen Männern und Frauen nicht zu verstärken, Männlichkeitskonstruktionen zu demilitarisieren, sozial akzeptierte Männlichkeitsvorstellungen zu vervielfältigen und gleichzeitig weitere konfliktrelevante Hegemoniediskurse, wie Nationalismen, in Frage zu stellen. Die Kriterien bilden das Herzstück für ein Evaluationskonzept, das nicht ausschließlich auf kurzfristige Wirkungen von Friedensarbeit ausgerichtet ist – die theoriebasierte Evaluation anhand von Gütekriterien.

Schlüsselwörter

Gender Friedens- und Konfliktforschung Männlichkeit Friedensarbeit Peacebuilding Entwicklungszusammenarbeit Evaluation Qualitätsentwicklung 

Keywords

Peace and conflict studies Masculinity Aid Quality assessment 

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 2017

Authors and Affiliations

  1. 1.Camino – Werkstatt für Fortbildung, Praxisbegleitung und ForschungBerlinDeutschland

Personalised recommendations