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Einleitung

Chapter
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Zusammenfassung

Viel hat sich getan seit Olympe de Gouges 1791 in ihrer „Erklärung der Rechte der Frau und Bürgerin˝ (1980/1791,36-48) die Glieichberechtigung von Frauen und Männern einforderte, um die Unterdrückung und Ungleichbehandlung von Frauen zu beenden. Heute sind Frauen und Männer in den meisten Ländern der Welt rechtlich gleichberechtiger als jemals zuvor. Dies zeigt sich etwa im weltweiten Anstieg der Bildungsbeteiligung von Frauen sowie in ihrer Repräsentation in Parlamenten in den letzten 50 jahren (Matland 1998; The World Bank 2012e, 2012d). Die vollständige faktische Gleichstellung von Frauen weltweit dennoch in weiter Ferne, wobei die Ungleichbehandlung von Frauen welweit unterschiedliche Formen und Stärken annimmt. Das Spektrum reicht vom teilweisen Ausschluss von Frauen von schulischer Bildung, wie es vor allem in sich entwickelnden Ländern vorkommt, bis hin zur Unterrepräsentation von Frauen in Unternehmenvorständen - ein Thema,das aktuell im Fokus vieler Industriestaaten steht(UNDP 2013,156-159; World Economic Forum 2013). Die Diagnose der fehlenden Gleichstellung von Frauen und Männern beschränkt sich somit nicht auf sich entwickelnde Staaten, sondern gilt ebenso für die Staaten der OECD oder der EU, wo Frauen im Vergleich zu Männern weiterhin allein aufgrund ihres Geschlechts geringere Aufstiegs- und Verdeinst-möglichkeiten haben (Allmendinger 2010; Blau und kahn 2003; England 2010;Weichselbaumer und Winter-Ebmer 2005). Diesen Formen der Ungleichcheit ist dabei eines gemein: die Feststellung, dass das Geschlecht einen bedeutenden Einfluss auf die „Lebenschacenis˝ (Dahrendorf 1979) einer Person hat. Aus diesem Grund hat die fehlende Gleichstellung von Frauen und Männern auch über 200 jahre nach de Gougesˊ Forderungen nichts von ihrer gesellschaftlichen und politischen Brisanz verloren.

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 2017

Authors and Affiliations

  1. 1.Institut für SoziologieTechnische Universität ChemnitzChemnitzGermany

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