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Emotionen bewegen die Welt

  • Jörg Mosler
Chapter

Zusammenfassung

„I have a dream“ ist zum geflügelten Wort für Aufbruch geworden. Und dabei wären diese Worte beinahe nie gesprochen worden. Als Martin Luther King am 28. August 1963 in Washington vor dem Lincoln Memorial stand, da redete er zunächst nach Plan. Er las seine Sätze vom Skript ab, folgte einem Spannungsbogen, den sein Berater ihm empfohlen hatte. Mehr als zehn Minuten lang lieferte er feingeschliffene Formulierungen – aber erreichte die Herzen seiner Zuhörer nicht. Und damit schien die Stimmung der Teilnehmer von „The March on Washington for Jobs and Freedom“ zu kippen.

Rund 200.000 Menschen hatten sich versammelt, ihnen gemein war die Sehnsucht, dass die Gleichberechtigung in allen Bereichen wahr werde. Sie alle hofften auf ein Versprechen. Dafür hatten sie in sengender Sonne ausgeharrt, hatten den Vorrednern zugehört – und waren nun enttäuscht. Denn sie merkten: Auch die Gallionsfigur ihrer Bewegung predigte nur gebetsmühlenartig, was andere längst gesagt hatten. Martin Luther King aber fing diese Unzufriedenheit auf. Eine Kunstpause folgte, in der er erkannte: Die Menschen wollten keine plattgebügelten Sätze, sondern einen Satz zu Festhalten. Er schob sein Blatt zur Seite und war bereit zu improvisieren: „I have a dream.“ Und damit begann die wohl großartigste Rede des 20. Jahrhunderts. „I have a dream that my four little children will one day live in a nation where they will not be judged by the color of their skin but by the content of their character.“ Da öffneten sich Schleusen, brachen emotionale Wellen an die Oberfläche, in diesem Moment wurde die Rede zum Gospel.

Literatur

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Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 2016

Authors and Affiliations

  • Jörg Mosler
    • 1
  1. 1.NürnbergDeutschland

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