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Strategische Investitionen: Klassenlage und der Alltag der familialen Erziehungspraxis

Chapter
Part of the Neue Bibliothek der Sozialwissenschaften book series (NBDS)

Zusammenfassung

Am Beispiel des Auslandsschuljahres rekonstruieren wir in diesem Kapitel die spezifischen familialen Prozesse und Erziehungsstile, die in Abhängigkeit von der Klassenlage den Erwerb von transnationalem Humankapital begünstigen bzw. verhindern. Grundlage hierfür bilden Leitfadeninterviews mit Eltern aus unterschiedlichen sozialen Klassen. In theoretischer Hinsicht knüpfen wir vor allem an die Arbeiten Annette Lareaus an. Die Analyse erfolgt in zwei Schritten: Zunächst gehen wir mittels einer Prozessanalyse der Frage nach, wie das Thema „Auslandsschuljahr“ – je nach Kapitalausstattung, klassenspezifischem Erziehungsstil und bestimmten Handlungsstrategien – innerfamiliär verhandelt und gegebenenfalls umgesetzt wird. Anschließend präsentieren wir drei Typen von Familien – die „transnational Versierten“, die „Exkludierten“ und die „Ambitionierten“ -, die jeweils eine klassenspezifische Form des Umgangs mit dem Thema „Auslandsschuljahr“ darstellen.

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 2016

Authors and Affiliations

  1. 1.Institut für SoziologieFreie Universität BerlinBerlinDeutschland
  2. 2.Institut für SoziologieUniversität GöttingenGöttingenDeutschland

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