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Drehstrommotor

  • Herbert Bernstein
Chapter

Zusammenfassung

Ein Drehstrommotor ist im Vergleich mit einem Gleichstrommotor wesentlich einfacher und robuster. Drehstrommotoren weisen jedoch eine feste Drehzahl und Momentencharakteristik auf. Daher waren sie lange Zeit für verschiedene spezielle Anlagen nicht einsetzbar. Drehstrommotoren sind elektromagnetische Energieumformer, d. h. sie wandeln elektrische Energie in mechanische Energie (motorisch) und umgekehrt (generatorisch) mittels der elektromagnetischen Induktion um.

Das Prinzip der elektromagnetischen Induktion: In einem quer durch ein Magnetfeld (B) bewegten Leiter wird eine Spannung induziert. Befindet sich der Leiter in einem geschlossenen Stromkreis, fließt ein Strom (I). Auf den bewegten Leiter wirkt eine Kraft (F) senkrecht zum Magnetfeld und zum Leiter.

  1. a)

    Generatorprinzip (Induktion durch Bewegung): Beim Generatorprinzip erzeugen Magnetfeld und Bewegung eines Leiters eine Spannung (Abb. 33.1a).

     
  2. b)

    Motorprinzip: In Motoren wird das Induktionsprinzip in „umgekehrter Reihenfolge“ verwendet: Ein stromführender Leiter wird in dem Magnetfeld beeinflusst, der versucht, den Leiter aus dem Magnetfeld zu bewegen. Beim Motorprinzip erzeugen Magnetfeld und stromdurchflossener Leiter Bewegung (Abb. 33.1b).

     

Das Magnetfeld wird im Motor mit einem feststehenden Teil (Stator) erzeugt. Die Leiter, die von den elektromagnetischen Kräften beeinflusst werden, befinden sich im rotierenden Teil (Rotor). Die Drehstrommotoren unterteilen sich in die beiden Hauptgruppen asynchrone und synchrone Motoren.

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 2017

Authors and Affiliations

  1. 1.MünchenDeutschland

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