Hydrostatik

  • Gert Böge
  • Wolfgang Böge
Chapter

Zusammenfassung

Ruhende oder sehr langsam bewegte Flüssigkeiten und Gase können im Gegensatz zu festen Körpern nur Normalkräfte übertragen, keine Schubkräfte. Sie nehmen ohne Widerstand jede äußere Form an. Flüssigkeiten zeigen außerdem im Gegensatz zu Gasen einen großen Widerstand gegen Volumenänderung; sie lassen sich erst bei hohen Drücken geringfügig zusammendrücken. Wird die Flüssigkeit wieder entlastet, nimmt sie ihr ursprüngliches Volumen wieder an (Volumenelastizität). Die leichte Zusammendrückbarkeit der Gase kann bei Strömungsgeschwindigkeiten bis zu etwa 1 ∕ 3 Schallgeschwindigkeit vernachlässigt werden. Sie werden deshalb in der praktischen Strömungslehre wie Flüssigkeiten behandelt.

Eine Flüssigkeit überträgt auf eine Fläche beliebiger Lage immer nur Normalkräfte. Der hydrostatische Druck – kurz Druck p – gibt die Normalkraft je Flächeneinheit an (Normalkraft dividiert durch Fläche) und steht daher ebenfalls immer rechtwinklig auf der betrachteten Fläche.
$$ \text{Druck }p=\frac{\text{Normalkraft }F_{\text{N}}}{\text{Fl{\"a}che}\,A}$$
$$ \textit{p}=\frac{F_{\text{N}}}{\text{A}}\qquad\begin{array}[]{c|c|c}\textit{p}&\textit{F}_{\text{N}}&\textit{A}\\ \hline\dfrac{\text{N}}{\text{m}^{2}}=\text{Pa}&\text{N}&\text{m}^{2}\end{array}$$
(11.1)
Die gesetzliche und internationale Einheit (SI-Einheit) für den Druck p ist das Pascal (Kurzzeichen Pa).

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 2017

Authors and Affiliations

  • Gert Böge
    • 1
  • Wolfgang Böge
    • 2
  1. 1.HannoverDeutschland
  2. 2.WolfenbüttelDeutschland

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