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Was kann die Gesundheitswirtschaft von der Diplomatie lernen?

  • Tanja Rosenbaum
Chapter
Part of the FOM-Edition book series (FOMEDITION)

Zusammenfassung

Es gibt eine erstaunliche Parallele zwischen Diplomatie und Gesundheit: Auf der Prozessebene sind die Schritte zu einer harmonischen Beziehung zwischen Staaten identisch mit den Schritten, die jeder Einzelne durchläuft, wenn er „gesunden“ möchte. Verbindung, Vertrauen und Verantwortung sind die Schlüsselelemente der Beziehungspflege – in beiden Bereichen. Der Artikel beschreibt die Grundlagen einer erfolgreichen Beziehungspflege auf diplomatischem Parkett und überträgt diese auf den individuellen Bereich. Was macht einen guten Diplomaten aus und wie lassen sich diese Fähigkeiten für jeden Einzelnen nutzen, um eine gesunde Beziehung zu sich selbst aufzubauen und damit widerstandsfähig zu bleiben? Basis der Betrachtung ist die Salutogenese, die sich mit gesunderhaltenden Faktoren beschäftigt und Gesundheit nicht als Zustand, sondern als Ideal eines Entwicklungsprozesses begreift. Dieser führt zu größerem Wohlbefinden und zu stärkerer Selbstwirksamkeit. Die Wirksamkeit spiegelt sich in der Fähigkeit, stimmig und bedürfnisorientiert zu kommunizieren – nicht nur mit dem Gegenüber, sondern auch mit sich selbst. Menschen, die in dieser Weise mit sich und mit anderen umgehen, zeichnen sich durch eine besondere Führungskompetenz aus: Eine gesundheitsfördernde (salutogene) Führungskompetenz, die in unserer Gesellschaft, in unserer Welt dringend gebraucht wird.

Literatur

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© Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH 2017

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Authors and Affiliations

  • Tanja Rosenbaum
    • 1
  1. 1.BerlinDeutschland

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