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Die Gesetze gelassenen Handelns

  • Kai HoffmannEmail author
Chapter

Zusammenfassung

  • In der Tiefe unseres Geistes herrschen wie in einer Meerestiefe Ruhe, Stille, Gleichgewicht, Harmonie. Diese Ruhe und Tiefe unserer selbst erreichen wir und nehmen sie wahr, sobald wir die Inhalte unseres Bewusstseins (all die „Wellen“ des Alltag sowie damit umherstrudelnde Gedanken, Gefühle, Sinnenreize etc.) vom Bewusstsein als Medium all dessen (das „Meer“) zu unterscheiden verstehen.

  • Wir können unser Gehirn durch achtsame Selbststeuerung mit neuronal-chemischen Gelassenheitsschleifen aktivieren, wodurch unser mittlerer Präfrontalkortex eine sogenannter „Gaba-Soße“ über die feuernden Angstimpulse der Amygdala „schütten“ und damit abkühlen kann.

  • Durch das innerliche Benennen oder schriftliche Beschreiben von Gefühlen und Stimmungen mittels wertfreier Worte (z. B. „Angst“, „Panik“, „Zweifel“ u. dgl.) können wir emotionale Aufruhr lindern.

  • Sobald in Ihnen z. B. Ungeduld oder Sorgen aufwirbeln, können Sie sich dadurch beruhigen, indem Sie Ihre Fingerspitzen auf Ihren Puls legen und achtsam seinem Rhythmus Aufmerksamkeit schenken. Das benötigt mitunter nur wenige Sekunden, und Sie spüren den beruhigenden Unterschied zu Ihrer unruhigen Stimmung wie eine gleichmäßig pulsende Stille in der Tiefe des Meeres – fernab all der windgepeitschten Wellen Ihrer Gedanken an der Oberfläche.

  • Unsere „Potenzialität“, die „unzerstörbar“ alles Leben entstehen lässt, bemerken wir im Frequenzbereich unseres Atems, soweit wir achtsam diesem von Gedanken leeren Energiefluss bewusst beobachtend folgen. Mit diesem Hier und Jetzt erleben Sie Ihr gegenwärtiges Gewahrsein und eröffnen Ihre „Innere Burg der Gegenwärtigkeit“, Ihren Heimatort, der Sie sicher bleiben lässt, wenn um Sie herum Anforderungen komplex herumwirbeln.

  • Eine Fünffingerübung zur inneren Ruhe: Sobald Sie (z. B.) die ersten Anzeichen von Grübeleien oder Ängsten bemerken, tun Sie Folgendes: 1. Innehalten, 2. beobachten, welche Gedanken negative Emotionen auslösen (ohne diese Beobachtung zu bewerten), 3. beobachten, wo diese Emotionen körperlich gelagert sind (ohne diese Beobachtung zu bewerten), 4. achtsam diese „Heimatorte“ der Gefühle tief ein- und ausatmend mit Energie versorgen (ohne diese Beatmung zu bewerten), 5. aus dieser „Inneren Burg der Gegenwärtigkeit“ heraus erneut auf die Gedanken der mit reiner Energie beatmeten Emotionen schauen (ohne diesen Vorgang zu bewerten) und den Gedanken nun zulächeln.

References

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Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH 2017

Authors and Affiliations

  1. 1.Praxis für Coaching, Managementberatung, Buddhistische PsychotherapieFrankfurtDeutschland

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