Advertisement

Die Stunde praxisorientierter Philosophie

  • Kai Hoffmann
Chapter

Zusammenfassung

  • Die Philosophie als die Liebe (philo) zur Weisheit (sophia) ermöglicht dem Menschen, die Prinzipien und Anhaltspunkte, wie er mit sich und anderen bestmöglich umzugehen hat, in sich selbst zu finden. Halte den Tempel Deines Geistes sauber und Du erblickst die Welt durch klare Fenster.

  • Damit ist die Philosophie ein Akt der Lebenshaltung, der uns hilft, allgegenwärtig mit unserem jeweiligen Dasein gelassen eins zu sein und Seelengröße zu bewahren auf einem mentalen Pilgerweg zur Glückseligkeit.

  • Der Stoiker Marc Aurel hat die menschliche Freiheit als ein Autonomieprinzip der alltäglichen Selbstführung zum gelassenen Lebens stark gemacht: „Die Menschen, die nicht auf die Bewegungen der eigenen Seele achten, müssen unweigerlich unglücklich sein.“ (M. Aurel)

  • Die Stoa hat den Kosmos für uns als einen alltäglichen Sinnzusammenhang der Tiefe begriffen. Wir Menschen sind damit Teile eines großen Ganzen, das uns unsere eigene Selbsttranszendenz erfahren lässt, sobald wir augenblicklich innehalten und das Suchen nach dem nächsten Glück loszulassen vermögen.

  • Nietzsches Philosophie konkretisiert unseren Willen zu etwas, das Sinn für uns macht, als einen Brennpunkt der Selbstreflexion.

  • Hieraus resultiert Nietzsches Prinzip der Selbstüberwindung von Gewohnheits- und Komfortzonen, um selbst gesetzte Sinn-Ziele eines persönlichen Wachstums zu erreichen.

  • Der Wille ist die Fähigkeit des Menschen, einen Anfang zu setzen, weil er selbst ein Anfang ist, und schöpft seine Nahrung aus sich selbst, wirkt aus sich selbst heraus und beschenkt uns Menschen mit dem Zauber der Selbstschöpfung.

  • Die Achtsamkeit auf die Signale des Körpers stellt Nietzsche als Grundimpuls philosophischen Lebens fest. Er war einer der ersten Denker, die den Körper zum existenziellen Wert der Philosophie erkoren haben.

References

  1. Assagioli, Roberto (1998): Die Schulung des Willens. Paderborn: JunfermanGoogle Scholar
  2. Aurel, Marc (1973): Selbstbetrachtungen. Stuttgart: KrönerGoogle Scholar
  3. Capra, Fritjof (2000): Das Tao der Physik. Bern: ScherzGoogle Scholar
  4. Damasio, Antonio (2005): Der Spinoza-Effekt. Berlin : List-UllsteinGoogle Scholar
  5. Dürr, Hans-Peter (2011): Wir erleben mehr als wir begreifen. Freiburg: HerderGoogle Scholar
  6. Ferry, Luc (2007):Leben lernen: Eine philosophische Gebrauchsanweisung. München: Verlag Antje KunstmannGoogle Scholar
  7. Foucault, Michele (2009): Hermeneutik des Subjekts. Frankfurt: SuhrkampGoogle Scholar
  8. Foucault, Michele (2007): Ästhetik der Existenz. Frankfurt: SuhrkampGoogle Scholar
  9. Hadot, Pierre (2005): Philosophie als Lebensform. Frankfurt am Main: Fischer-VerlagGoogle Scholar
  10. Hadot, Pierre (1996): Die innere Burg. Frankfurt: EichbornGoogle Scholar
  11. Jiddu Krishnamurti (2012): Einbruch in die Freiheit. München: Lotos-VerlagGoogle Scholar
  12. Nietzsche, Friedrich (1980, Bd. 6): Der Antichrist. München: DtvGoogle Scholar
  13. Nietzsche, Friedrich (ebd., Bd. 3): MorgenrötheGoogle Scholar
  14. Nietzsche, Friedrich (ebd., Bd. 6): Götzen-DämmerungGoogle Scholar
  15. Nietzsche, Friedrich (1968): Zarathustra. Berlin: Walter de GruyterGoogle Scholar
  16. Perls, Fritz (2002): Gestalt-Therapie in Aktion. Stuttgart: Klett-CottaGoogle Scholar
  17. Prosslinger, Johann (2001): Das Lexikon der Nietzsche-Zitate. München: dtvGoogle Scholar
  18. Psychologie heute, Compact (2012, Heft 32): Selbsterkenntnis. Weinheim: BeltzGoogle Scholar
  19. Retzer, Arnold (2002): Passagen. Stuttgart: Klett-CottaGoogle Scholar
  20. Schnabel, Ulrich (2010): Muße. München: BlessingGoogle Scholar
  21. Seneca (2011): Von der Gelassenheit. München: dtvGoogle Scholar
  22. Siegel, Daniel J. (2010): Die Alchemie der Gefühle. Pößneck: Random-KailaschGoogle Scholar
  23. Siegel, Daniel J. (2010): Das achtsame Gehirn. Freiamt im Schwarzwald: ArborGoogle Scholar
  24. Spitzer, Manfred (2004): Selbstbestimmung. Heidelberg: Spektrum Akademischer VerlagGoogle Scholar
  25. Wengenroth, Matthias (2010): Das Leben annehmen. Bern: Hans HuberGoogle Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH 2017

Authors and Affiliations

  1. 1.Praxis für Coaching, Managementberatung, Buddhistische PsychotherapieFrankfurtDeutschland

Personalised recommendations