Advertisement

Forschungsbericht zum Projekt: „Bewertung von Rücklösungsverpflichtungen in der Münze Österreich AG“

  • Astrid BösEmail author
  • Walter S.A. Schwaiger
Chapter
Part of the Techno-ökonomische Forschung und Praxis book series (TÖFP)

Abstract

Die Münze Österreich AG ist gesetzlich verpflichtet im Umlauf befindliche Münzen zurückzunehmen und umzutauschen. Für die mit den damit verbundenen zukünftig erwarteten Rückläufen einhergehenden Kosten bildet die Münze Österreich aus kaufmännischer Vorsicht Rücklösungsverpflichtungen. Die zukünftig erwarteten Rückläufe können aufgrund von Gewährleistungsfällen sowie aufgrund von künftig möglichen Eventualitäten entstehen. Für die mit dem ersten Fall verbundenen Kosten werden Rückstellungen und für die mit dem zweiten Fall verbundenen Kosten werden Rücklagen berechnet.

Für die Bewertung der Rückstellungen und Rücklagen werden finanzwirtschaftliche Barwertmodelle verwendet, wobei die künftigen Kosten unter Verwendung von Modellen aus der Zuverlässigkeitstheorie und der Monte Carlo-Simulation berechnet werden. Zur Bewertung der Rückstellungen werden die künftig erwarteten Kosten über eine Weibull-Verteilung für die künftigen gewährleistungspflichtigen Münzrückläufe bestimmt, welche mit dem Expected Cash Flow-Barwertmodell abgezinst werden. Die Rücklagen werden berechnet, indem die künftig möglichen Eintritte von Risikoszenarien simuliert, die resultierenden Münzrückläufe sowie Kosten berechnet und die sich daraus ergebenden Kostenverteilungen für die verschiedenen Zeitpunkte mit dem pfadweisen Barwertansatz verbarwertet werden.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Literatur- und Quellenangaben

  1. Bundesgesetzt über die Ausprägung und Ausgabe von Scheidemünzen, abgekürzt Scheidemünzengesetz (1988), BGB1 1988/597 idF BGB1 I 2014/40.Google Scholar
  2. Genest, C., Gendron, M., Bourdeau-Brien, M. (2009): The advent of copulas in finance. The European Journal of Finance 15.7-8: 609–618.Google Scholar
  3. Glasserman, P. (2003): Monte Carlo methods in financial engineering. Vol. 53. Springer Science & Business MediaGoogle Scholar
  4. Hall, P. L., Strutt, J.E. (2003): Probabilistic physics-of-failure models for component reliabilities using Monte Carlo simulation and Weibull analysis: a parametric study. Reliability Engineering and System Safety 80.3: 233–242.CrossRefGoogle Scholar
  5. Jamshidian, F., Zhu, Y. (1996): Scenario simulation: Theory and methodology. Finance and stochastics 1.1: 43–67.Google Scholar
  6. Jiang, R., Murthy, D.N.P. (2011): A study of Weibull shape parameter: properties and significance. Reliability Engineering and System Safety 96.12: 1619–1626.CrossRefGoogle Scholar
  7. Kleyner, A., Sandborn, P. (2005): A warranty forecasting model based on piecewise statistical distributions and stochastic simulation. Reliability Engineering and System Safety, 88: 207–214.CrossRefGoogle Scholar
  8. Münze Österreich AG (2014): Geschäftsbericht https://www.muenzeoester-reich.at/download/geschaeftsberichte, abgerufen am: 14.07.2015.
  9. Schwaiger, W. (2012): IFRS-Finanzmanagement: Investition und Finanzierung. TU Wien.Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 2016

Authors and Affiliations

  1. 1.Institut für ManagemenwissenschaftenTechnische Universität WienWienÖsterreich

Personalised recommendations