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Inszenierungen im 3W-Universum

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Zusammenfassung

Anhand einer Reihe von Bildbeispielen aus den Blogplattformen wird der Unterschied zwischen einer algorithmisch fundierten Datenanalyse und einer qualitativ im Diskurs ermittelten Exegese veranschaulicht. Die automatische, so genannte parametrische Klassifikation erfasst offensichtliche Indikatoren: Marken (in der Regel nur dann, wenn sie in Logos erkennbar sind), emotionale Indikatoren wie Mimik und Farben. Im experimentellen Diskurs verschiedener Interpretinnen und Interpreten über dieselben Bilder zeigt sich zunächst einmal, dass oft nicht nur eine Marke zu sehen ist, sondern ein inszeniertes Ensemble aus Produkten. Zudem ändern sich die Konnotationen des einzelnen Postings mit dem Kontext der Blogs, auf denen einzelne Bilder postiert und wiederpostiert werden. Abbildungen von Autos werden im Laufe der Iteration durch verschiedene Blogs zu Accessoires für Mode, diese wiederum zum verstärkenden Ausdrucksmittel für Städtebilder oder Wohnumwelten usw. Im Projekt wird dieses Phänomen als Kontextuelle Komparserie bezeichnet. Welches Produkt nun im Vordergrund steht, bleibt dem Betrachter überlassen. Im Random Copying-Prozess scheinen sich aber bestimmte Attraktoren herauszubilden, die häufiger benutzt werden als andere. Am Ende zeigen sich erste Muster der Inszenierung, formale wie inhaltliche, als Ergebnis der nicht prognostizierbaren und immer wieder auf sich selbst reagierenden Kommunikation

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 2017

Authors and Affiliations

  1. 1.HannoverDeutschland

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