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Gesellschaftsbilder in 3W

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Zusammenfassung

Eine erste Auseinandersetzung mit dieser Blogkommunikation weckt starke Zweifel daran, dass die Geheimwaffe des modernen Marketing, Algorithmen, der Kommunikationsdynamik bei der Entstehung von Geschmackskulturen wirklich gerecht werden. Abgesehen davon besteht ein seltsames Missverhältnis zwischen dem unfassbaren Aufwand, der technisch und mathematisch betrieben wird, und dem offensichtlichen Ziel: zu erkennen, was der Kunde will, bevor es selber weiß, und ihm entsprechende Angebote zu unterbreiten. Diese im Grunde genommen triviale Form der Verkaufsforderung bindet ungeheure Potenziale an Intelligenz. Besonders irritierend ist dabei, dass die Kommunikation über Bilder ja bereits Imaginationen von Daten darstellen, die weit differenzierter sind als das durch mathematisch gesteuerte Zugriffe identifizierte Vorkommen oder die durch „Likes“ sortierten Rangpositionen bestimmter Items. Big Data ist, was den Einsatz in soziokulturellen Bereichen angeht, ohnehin umstritten. So liefert eine automatisierte Analyse der einschlägigen Literatur in diesem Projekt denn auch Hunderte von Definitionen, die sich zum Teil heftig widersprechen. Was also gefordert ist, ist ein neuer Interpretationsansatz, der Botschaften der Imaginationen als interpretationsoffene Zeichen und Symbole alltagskultureller Ausdrucksaktivitäten erkennt.

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Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 2017

Authors and Affiliations

  1. 1.HannoverDeutschland

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