Das Gedächtnis der Redaktion. Über die Erinnerungspraxis derSüddeutschen Zeitung in der Plagiatsaffäre um Karl-Theodorzu Guttenberg

Chapter
Part of the Soziales Gedächtnis, Erinnern und Vergessen – Memory Studies book series (SGEVMS)

Zusammenfassung

Der massenmedialen Berichterstattung wird vieles nachgesagt, ein herausragendes Gedächtnis gehört jedoch in aller Regel nicht dazu. Gleichzeitig ist wenig strittig, dass Erinnerungschancen direkt mit gegenwärtigen Kommunikationsstrukturen zusammenhängen. Die zentrale Stellung massenmedialer Angebote in modernen Gesellschaft en rückt diese somit auch ins Blickfeld der Gedächtnisforschung. Anhand der Berichterstattung der Süddeutschen Zeitung in der Plagiatsaff äre um Karl-Th eodor zu Guttenberg wird diskutiert, wie sich ein redaktionelles Gedächtnis zwischen Organisation und Umwelt im Spannungsverhältnis von Aktualität und Rückbesinnung skizzieren lässt. Die Erinnerungspraxis der Süddeutschen Zeitung in ihrer unmittelbarsten Form als journalistischer Rückblick macht hierbei deutlich, dass die zeitsensitive Ausdiff erenzierung der redaktionellen Position im Rahmen der Plagiatsaff äre als Gedächtnisleistung gefasst werden kann und als Potenzial organisationaler Legitimation strategische Relevanz erlangt.

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 2016

Authors and Affiliations

  1. 1.FB 6, Institut für Sozialwissenschaften, Abteilung SoziologieUniversität Koblenz-LandauLandauDeutschland

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