Gestörter Blickwechsel durch Videoüberwachung?

Ambivalenzen und Asymmetrien soziotechnischer Beobachtungsordnungen
Chapter

Zusammenfassung

Der Beitrag geht der Frage nach, wie sich mit der Technisierung der Überwachung durch Videokameras die gesellschaftlichen Sehordnungen verändern. Es werden die grob verallgemeinerten Annahmen einer zentrierten und panoptischen „Überwachungsgesellschaft“ mit Hilfe pragmatistischer Interaktions- und pluraler Öffentlichkeitstheorie und technografischer Mikroanalyse der soziotechischen Konstellationen korrigiert. Kernpunkte der Argumentation sind (1) die grundsätzliche „Ambivalenz“ des Sehens als schützende und zugleich kontrollierende Praxis gegenüber einer angenommenen Eindeutigkeit, (2) die „Zweiseitigkeit“ des Sehens und Gesehenwerdens, die in ihrer Wechselseitigkeit soziale Interaktionsordnungen stiftet, (3) die „Polyzentralität“ verteilter und verhandelter Sehordnungen gegenüber einer zentrierten Assymmetrie und (4) die praktisch hergestellte „Interaktivität in soziotechnischen Konstellationen“ statt der einfachen Instrumentalität medialer Techniken.

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 2016

Authors and Affiliations

  1. 1.Institut für SoziologieTU BerlinBerlinDeutschland

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