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Zum Ansatz des biographischen Lernens in der Lehrerinnen- und Lehrerbildung

Spurensuche in pädagogischen Werkstätten
  • Angela BollandEmail author
  • Lea Spahn
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Zusammenfassung

Wie kann werkstattbasiertes biographisches Lernen mit Lehramtsstudierenden in Lern- und Forschungswerkstätten aussehen und wozu ist es sinnvoll? Die eigene Biographie, das eigene Gewordensein wirkt sich (auch) auf pädagogisches Handeln aus. In der pädagogischen Werkstattarbeit, in der es explizit um handlungspraktische, selbstgewählte Fragestellungen geht, bieten sich vielfach Ansätze zur reflexiven Verknüpfung der eigenen (Lern-)Geschichte mit dem sich entwickelnden pädagogischen Habitus. Über forschend-entdeckendes Lernen wird eine lernbiographische Spurenlese erfahrbar mit dem Ziel der Entwicklung eigener Biographizität sowie der Kompetenz der Prozessbegleitung als „Lernbegleiter_innen“. Im pädagogischen Handlungsfeld bedeutet dies, Lehr- und Lernräume von „biographischen Subjekten“ her zu denken und diese bewusst zu kreieren und auszugestalten – vernetzt, selbst-reflexiv und Brücken bildend.

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Authors and Affiliations

  1. 1.Universität BremenBremenDeutschland
  2. 2.Philipps-Universität MarburgMarburgDeutschland

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