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Paradoxien der Ehre

  • Andreas Marneros
Chapter

Zusammenfassung

Aus dem siebzehnten Gesang meiner Ilias werde ich Euch erzählen von der furchtbaren Schlacht, die um Patroklos Leichnam entbrennt und in die sich Apollon höchst aktiv zu Gunsten der Trojaner einmischt. Der Zeiger der Siegeswaage ist sehr unstet; Zeus, der die Schlacht absichtlich verlängert, will es so. Der Oberste Gott zeigt kaum Mitleid mit den kämpfenden Menschen, weil er der Auffassung ist, dass es nichts Armseligeres gibt als den Menschen unter all den Lebewesen, die auf der Erde atmen und kriechen. Großes Mitgefühl zeigt er aber für die sehr traurigen Pferde von Achilles, die Patroklos beweinen. Und die uns begleitende Seele wird dabei geflügelte Worte von immerwährender Gültigkeit singen, wie etwa über die Ambivalenz des Menschen zwischen Selbstzweifeln und Selbstherrlichkeit, über die Paradoxie, dass Lebende für Tote töten und getötet werden. Und auch über manches andere.

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 2017

Authors and Affiliations

  • Andreas Marneros
    • 1
  1. 1.BonnDeutschland

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