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Kognitionspsychologischer Hintergrund

  • Sammy WafiEmail author
  • Markus Antonius Wirtz
Chapter
Part of the essentials book series (ESSENT)

Zusammenfassung

Grundlegende Aspekte der Wahrnehmung visueller Stimuli sind im Rahmen der Gestaltpsychologie seit mehr als 100 Jahren beschrieben und erforscht worden. Als Anfang der Gestaltpsychologie ist weithin ein Artikel von Max Wertheimer 1912 anerkannt, der in der Folgezeit die Berliner Schule begründete (Wagemans et al. 2012a). Die Gestaltpsychologie behandelt Erkenntnisprozesse als Strukturierungsprozesse: Menschen gewinnen Erkenntnisse aus ihrer Fähigkeit, Strukturen und Ordnung zu bilden. In der Gestaltpsychologie wird der grundsätzlichen Frage nachgegangen, wie der Mensch bildliche Elemente zu komplexen, bedeutungsvollen Wahrnehmungseinheiten zusammensetzt, d. h. wie Quantität (externe Sinneseindrücke) in Qualität (Bedeutung bis zu ästhetischer Wertschätzung) umgewandelt wird (Barry 1994). Unter bestimmten Bedingungen werden die einzelnen Teile visueller Stimuli als einander zugehörend empfunden und erscheinen verbunden und geordnet. Die damit zusammenhängenden Strukturierungs- und Organisationsprozesse sind wesentliche Voraussetzungen, die es ermöglichen, Einheiten, Formen, Oberflächen, Objekte und Anordnungen von Objekten (insbes. dreidimensional-räumliche Staffelung) zu identifizieren und die Umgebung oder präsentierte Visualisierungen wahrzunehmen und zu verstehen.

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 2016

Authors and Affiliations

  1. 1.Institut für PsychologiePädagogische Hochschule FreiburgFreiburgDeutschland

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