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Das BilRUG – Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz

Chapter

Zusammenfassung

Nachfolgend zeigen wir zunächst im Überblick die wichtigsten Änderungen im Rahmen des Einzelabschlusses auf.

Die Schwellenwerte „Bilanzsumme“ und „Umsatzerlöse“ zur Ermittlung der Größenklassen nach § 267 HGB für Kapitalgesellschaften und Personengesellschaften i. S. d § 264a HGB werden angehoben. Dadurch wird sich die Anzahl der „kleinen“ Gesellschaften erhöhen. Dies führt zu Erleichterungen, da beispielsweise kein Lagebericht (§ 264 Abs. 1 S. 4 HGB) erstellt werden muss und die gesetzliche Prüfungspflicht entfällt (§ 316 Abs. 1 S. 1 HGB). Die Offenlegung umfasst für diese Gesellschaften nur Bilanz und Anhang (§ 326 Abs. 1 S. 1 HGB).

Folgende neuen Schwellenwerte werden eingeführt:

Diese Tabelle hatten wir bereits am Anfang dieses Buches gesehen.

Diese neuen Größenklassen können bereits für Jahresabschlüsse angewendet werden, die nach dem 31.12.2013 beginnen. Dabei ist zu beachten, dass die Umsatzerlöse nach der neuen Definition (siehe § 277 Abs. 1 HGB) berechnet und ausgewiesen werden müssen.

Die Erleichterungen für Kleinstgesellschaften (§ 267a HGB) dürfen jetzt auch von Genossenschaften in Anspruch genommen werden (§ 336 Abs. 2 S. 3 HGB). Für diese ist es damit möglich, den Jahresabschluss beim Betreiber des Bundesanzeigers zu hinterlegen und auf die Erstellung eines Anhangs zu verzichten, wenn bestimmte Angaben unter der Bilanz erfolgen (§ 264 Abs. 1 S. 5 HGB).

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 2016

Authors and Affiliations

  1. 1.Berchtesgadener Land GmbH & Co KGInternationale FührungsakademieMarktschellenbergDeutschland
  2. 2.WelsÖsterreich

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