Musik-Moderation

Chapter
Part of the Journalistische Praxis book series (JP)

Zusammenfassung

Anhand der Musik wählen Hörer in erster Linie ihr Radioprogramm aus. Musik ist also extrem wichtig, weil sie der Einschaltimpuls zur Senderwahl ist (vgl. »Formate für Begleitprogramme« und »Medienforschung für den Hörfunk«). Gleichzeitig kann sie natürlich auch Ausschaltimpuls sein – die Kehrseite der Medaille. Deshalb muss man in jedem musikorientierten Programm sensibel und respektvoll mit der Musik umgehen, im besten Sinne liebevoll. Dies gilt für die Musikpositionierung und als einem wichtigen Teil davon auch für die Musik‐Moderation.

Bei der Musik‐Moderation (wie zuvor bei der Musik‐Auswahl) gilt es zu bedenken, dass die Musik für die Hörer ein wichtiges Stimmungsregulativ ist. Sie kann (und soll das auch) schlechte Laune vertreiben oder gute verstärken, sie kann abends die Entspannung fördern oder morgens die Schlaftrunkenheit vertreiben, sie kann Abgeschlaffte wieder in Schwung bringen, Verliebte verliebter oder Träumerische verträumter machen.

Den jeweiligen »Charakter« eines Titels, seine »Farbe« machen Tempo, Rhythmus, Intensität und Anmutung aus. Diesen Charakter muss die Musik‐Moderation berücksichtigen. Sie kann ihn verstärken oder abschwächen, immer aber muss ein guter und sensibler Moderator ihn aufnehmen. Er passt dazu den Klang seiner Stimme, die Intensität und das Tempo seiner Moderation der Musik an – und manchmal auch den Inhalt seiner Moderation.

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 2017

Authors and Affiliations

  1. 1.MainzDeutschland

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