Morningshow/Frühsendung

Chapter
Part of the Journalistische Praxis book series (JP)

Zusammenfassung

Wer Radio hört, tut es wegen des Programms insgesamt – und schaltet ein, wann immer er mag: egal, welche Sendung gerade läuft. Und was er hört, das muss ihm möglichst immer gefallen, damit es sein Lieblingsprogramm bleibt. Jede Sendung (oder Programmfläche) ist also wichtig. Eine aber ist es besonders: die Frühsendung.

Der ganze Morgen – eine Sendung. Vor allem in Begleitprogrammen wird der erste Tagesabschnitt als eine Programmfläche gestaltet, die die Hörer vom Aufstehen bis zum Schul‐ oder Arbeitsbeginn durch den Morgen begleitet. Frühsendungen dauern meistens von sechs bis neun Uhr, beginnen manchmal auch schon um fünf oder enden erst um zehn Uhr. Danach schließt der »Vormittag im Radio« an.

Morgens hören die meisten Radio. Nie wieder am Tag, kann ein Sender also mehr potenzielle Hörer erreichen (vgl. Beitrag »Medienforschung für den Hörfunk«). Gelingt es ihm, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass sie ihn auch tagsüber weiter hören oder wieder einschalten.

Eine attraktive Frühsendung ist die Basis für ein erfolgreiches Tagesprogramm.

Wenn dort vor allem der Kampf um die Quote zu gewinnen ist, wundert es nicht, dass Radio‐Macher

  • in die Frühsendung besonders viel Ideen, Arbeitskraft und auch Geld stecken,

  • sie (und die Moderatoren) von der Medienforschung sorgfältig begleiten lassen und

  • sie aufwändig bewerben.

Im Prinzip gilt das (wie das meiste in diesem Beitrag) für alle Radio‐Formate, vor allem aber für die Programme, von denen sich die Hörer durch den Tag begleiten lassen (vgl. Beitrag »Formate für Begleitprogramme«).

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 2017

Authors and Affiliations

  1. 1.Journalistisches SeminarJohannes-Gutenberg UniversitätMainzDeutschland

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