Kulturbericht und Rezension

Chapter
Part of the Journalistische Praxis book series (JP)

Zusammenfassung

Was für Berichte (vgl. Beitrag »Ton‐Bericht/Bericht mit Einblendungen«) über politische Themen oder lokale Aufreger beschrieben wurde, gilt in den Grundzügen gleichermaßen für Berichte über Kulturereignisse.
  • Je besser Sie vorbereitet sind, desto schneller erfassen Sie das Wesentliche, desto unabhängiger sind Sie von Pressetexten, desto ausgeprägter ist Ihr Gespür für heiße Luft.

  • Ihre Adressaten sind in erster Linie Hörerinnen und Hörer, nicht die Künstler, über deren Arbeit Sie berichten, nicht die Kolleginnen aus anderen Kulturredaktionen.

  • Setzen Sie nicht zu viel voraus, auch nicht beim kulturinteressierten Publikum. Wer die Oper liebt, kennt sich nicht unbedingt im Film aus. Der häufig benutzte Satz »Das kennt doch jeder« erweist sich durch eine Umfrage in nächster Umgebung meist als falsch.

Spezialgebiete haben Kulturjournalisten in der Regel: Literatur, Theater, Film, Konzert, Oper, bildende Kunst, Fotografie, Architektur. Das sind die Themengebiete, die in den Kulturprogrammen und Info‐Wellen (vgl. »Formate für Einschaltprogramme«) regelmäßig vorkommen. Seltener zu hören, aber nicht weniger interessant, ist der Bericht von einer Modenschau, einer Versteigerung, einer Podiumsdiskussion usw.

Nicht nur Einschaltprogramme senden Kulturberichte, auch Regional‐, Pop‐ und Jugendwellen, wenngleich in geringerem Umfang. Nur wenige Kulturjournalisten können es sich leisten, von einem einzigen Spezialgebiet in einer einzigen Welle zu leben.

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 2017

Authors and Affiliations

  1. 1.BerlinDeutschland

Personalised recommendations