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Vorstellungsgespräche meistern

  • Hagen Rösler
Chapter

Zusammenfassung

Die ersten Schritte sind erledigt: Sie haben mit Ihrem Bewerber die Standortanalyse durchgeführt, Suchstrategien überlegt und Bewerbungsunterlagen erstellt. Zeit, sich dem nächsten Punkt im Bewerbungsprozess zu widmen: dem Vorstellungsgespräch. Für Sie als Coach ist dieser Teil die größte Herausforderung und muss auch von Ihnen geübt werden, denn Sie schlüpfen nun in die Rolle des Arbeitgebers und simulieren mit Ihren Bewerbern Vorstellungsgespräche. Dabei müssen Sie im „Multitasking“ auf die einzelnen Punkte der Dimensionen des Vorstellungsgespräches achten, das Anschreiben und den Lebenslauf des Bewerbers für Rückfragen einbeziehen und ggf. gleichzeitig mit einem Auge die Homepage des Arbeitgebers, auf den Sie Ihren Bewerber vorbereiten wollen, nach weiteren Informationen für das Gespräch scannen. Anschließend müssen Sie dem Bewerber ein möglichst detailliertes Feedback geben. Ich setze die allgemeinen Feedbackregeln als bekannt voraus, möchte aber dennoch einen Punkt hervorheben: das Feedback muss immer auch positive Aspekte beinhalten! Nicht nur, um den Bewerber nicht zu demotivieren, sondern auch, damit nicht Elemente, die dem Bewerber in einem Gespräch gut gelungen sind, im nächsten Gespräch weggelassen werden, weil der Bewerber selbst häufig unsicher ist, in welchen Bereichen er sich bereits gut verkauft. In den Train-the-Trainer-Seminaren nutze ich für eine bessere Selbstreflexion für diejenigen, die in die Rolle des Arbeitgebers schlüpfen, eine Videokamera. Die meisten sind erstaunt, wie viele Fehler des Bewerbers sie nicht erkennen, weil sie sich noch zu intensiv mit der eigenen, meist neuen Rolle auseinandersetzen müssen. Schon bei einer zweiten Simulation sind meistens deutliche Fortschritte zu erkennen, auch hier gilt also: Übung macht den Meister!

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 2015

Authors and Affiliations

  1. 1.BremerhavenDeutschland

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